WIEN. Vor 25 Jahren wurde Koop Live Marketing gegründet. Heute ist das Unternehmen in Graz, Wien und Linz präsent. Im medianet-TV-Format „agency log“ sprechen die Geschäftsführer Robert Prasch und Dieter Recknagl sowie Sarah Straßmair und Michael Horninger über den Wandel der Branche, veränderte Kundenanforderungen und die nächsten Schritte.
Prasch, der aus der Brauwirtschaft kommt, erinnert sich an eine Zeit, in der Events häufig noch Bierfeste waren. „Inzwischen hat sich die Branche natürlich extrem professionalisiert“, so Prasch. „Und zwar nicht nur die Agenturen, sondern alle die da dranhängen: von Catering über Licht und Ton bis zur Dekoration.“ Auch die Anforderungen an Planung und Umsetzung seien gestiegen. „Die Events beginnen ganz am Anfang bei der Planung und gehen natürlich bis zur Nachbereitung“, sagt Straßmair. „Und da packt jeder im Team mit an – das ist auch etwas, das uns ausmacht.“ Dass die Live-Event-Branche aktuell einen Boom, führt Straßmair auch auf die Corona-Zeit zurück. „Die Pandemie hat allen Menschen gezeigt, dass man nicht dafür gemacht ist alleine zu Hause zu sitzen. Man will rausgehen, man will live Erlebnisse mit seinen Freunden, mit seinen Liebsten genießen.“ Das sei es, was Koop schafft, sei es auf einem Messestand oder auf einem Konzert.
Gleichzeitig habe sich das wirtschaftliche Umfeld seit der Koop-Gründung verändert. Recknagl beobachtet mehr Mitbewerber und einen gestiegenen Kostendruck. Zuletzt werde allerdings auch wieder stärker auf Qualität geachtet. Zudem würden Anfragen kurzfristiger. „Die langfristigen Planungen gibt es nicht mehr so, wie sie es früher gab“, sagt Recknagl. „Wir haben aber zum Glück genug Ressourcen und so schaffen wir eine ganzjährige Auslastung für unser Personal.“ Und: die annähernd gleiche Aufteilung zwischen Event- sowie Messe- und Convention-Geschäft helfe Koop dabei ebenso.
Budgets unter Beobachtung
Und die Kunden prüfen ihre Ausgaben genauer: „Wir merken, dass der Mitteleinsatz unserer Kunden viel gezielter wird. Ob Budget eingesetzt wird und wofür es eingesetzt wird.“ Gleichzeitig gewinne die Evaluierung an Gewicht: Unternehmen wollten wissen, ob die richtigen Zielgruppen erreicht und Produkte mit der passenden Botschaft präsentiert wurden. Robert Prasch dazu: „Die Evaluierungsmodelle werden sich sicher auch weiter professionalisieren und weiter entwickeln.“
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Messegeschäft. Horninger betreut Kunden auf internationalen Leitmessen ebenso wie bei kleineren Veranstaltungen. Künftig soll er als Key Account Manager für alle drei Standorte die Zusammenarbeit stärker bündeln. „International gibt es einen großen Aufbruch“, sagt Horninger. Ziel sei es, Synergien zwischen Graz, Wien und Linz zu nutzen und das internationale Messegeschäft auszubauen.
Neue Location in Wien
Neue Möglichkeiten soll das Schloss Neugebäude in Wien-Simmering eröffnen. Koop erhielt nach einer Ausschreibung der Stadt Wien den Zuschlag für den Betrieb. Ab Ende September sollen zunächst die Säle Ost und West sowie ein Hof für Veranstaltungen nutzbar sein. „Wir wollen dieses Schloss aus dem Dornröschenschlaf zu erwecken, und es auf Top-Level zu heben und werden dann dort verschiedenste Events anbieten.“ Geplant sind Formate von Konferenzen und Firmenfeiern bis zu Open-Air-Veranstaltungen.
Parallel investiert das Unternehmen in Personal. „Wir haben jetzt einige neue Mitarbeiter, auf die wir uns schon sehr, sehr lange freuen.“ Mit dem größeren Team sollen zusätzliche Ressourcen für neue Projekte entstehen. (red)
Das gesamte Interview finden Sie auf: tv.medianet.at