„Sichtbarkeit ist die Eintrittskarte“
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Im Gespräch mit Bernhard Gily (l.) erklären Sabine Lacher und Andreas Malzner, wie LDD Performance, Multichannel, GeoPower und auch KI heute verbindet.
MARKETING & MEDIA Redaktion 04.09.2026

„Sichtbarkeit ist die Eintrittskarte“

Sabine Lacher und Andreas Malzner von LDD über KI-Sichtbarkeit, Multichannel und messbare Ergebnisse.

WIEN. Wenn KI-Assistenten Antworten liefern, ohne dass Nutzer eine Website besuchen, verändert sich auch die digitale Sichtbarkeit von Unternehmen. Für Sabine Lacher und Andreas Malzner, CEOs der LDD Kommunikation GmbH, ist das nur eine von mehreren Entwicklungen, auf die Agenturen heute reagieren müssen. Im Gespräch mit medianet-Herausgeber Bernhard Gily im TV-Format „agency log“ sprechen sie über Performance, Multichannel-Strategien, Recruiting und den Einsatz von KI in der Agentur.

„Revolution“ bei Sichtbarkeit
Lacher sieht derzeit eine „Revolution in der digitalen Sichtbarkeit“. Während Unternehmen bislang viel in Suchmaschinenoptimierung investierten, werde die eigene Website künftig nur noch eine von mehreren Quellen sein, aus denen KI-Systeme ihre Antworten generieren. Unternehmen müssten ihre Inhalte daher so aufbereiten, dass relevante Informationen von der KI erfasst werden können. Das erfordere neue Expertise und entsprechende Ressourcen.

Was bewirkt Kommunikation?
Auch bei der Bewertung von Kampagnen sieht Lacher einen Wandel. Sichtbarkeit sei zwar weiterhin „die Eintrittskarte“, entscheidender werde jedoch die Frage, was Kommunikation tatsächlich bewirkt: etwa einen Kauf, eine Bewerbung oder einen Abo-Abschluss. Die Herausforderung bestehe darin, Kennzahlen unterschiedlicher Kanäle zusammenzuführen. „Die Gesamtentscheidung, warum ein Kunde eine Handlung setzt, resultiert meist nicht aus einem einzelnen Kontakt, sondern aus mehreren Berührungspunkten mit einer Marke“, so Lacher.

Entsprechend sieht LDD auch Print und Digital nicht als Gegensätze. Welche Kanäle eingesetzt werden, soll sich aus Kampagnenziel und Customer Journey ergeben. Print habe an Wertigkeit gewonnen und biete Möglichkeiten zur Personalisierung, Digital spiele seine Stärke vor allem bei der Geschwindigkeit aus. „Jeder Channel hat seine Berechtigung“, sagt Lacher. Entscheidend sei nicht, in einem einzelnen Kanal besonders gut zu sein, sondern Menschen zu einer konkreten Handlung zu bewegen.

Gezielte Ansprache
Ein Beispiel für die Verbindung von Technologie und Performance ist GeoPower. Dabei kombiniert LDD mobile Bannerwerbung mit Geopositionsdaten. „Unser kleinster Raum, in dem wir Werbung ausspielen können, ist bis zu 300 Meter“, erklärt Malzner. Entscheidend sei zu wissen, wo sich die Kunden eines Unternehmens bewegen, um sie dort digital anzusprechen. Anschließend könne die Zielgruppe auch ohne Geobezug erneut erreicht werden.

Unterschiedliche Ziele
Dabei können Performance-Kampagnen, je nach Kunde, völlig unterschiedlich ausfallen. Für die Kronen Zeitung ging es etwa darum, frühere und bestehende Kunden für ein Digitalabo zu gewinnen. Bei Elin Motoren richtete sich die Ansprache dagegen an technische Fachkräfte und Einkäufer in europäischen Küstenregionen. Über LinkedIn seien daraus laut Malzner 14 konkrete Leads entstanden. Gerade im B2B-Bereich müsse eine Agentur tief in komplexe Themen einsteigen. „Beide Kunden hat das Ziel vereint, möglichst viele Kunden zu erreichen und zum Kauf zu bewegen“, sagt Malzner. „Und daran orientieren wir uns bei jeder Kampagne: Was das Ziel ist und daraus resultiert die Customer Journey.“

KI als Werkzeug
KI setzt LDD inzwischen für Bilder, kurze Animationen, Textarbeit, Prozessoptimierung und kleinere Softwareanwendungen ein. Menschen ersetzen soll sie laut Malzner nicht: „Sondern das Beste aus KI und Menschen zusammenführen.“ (red)

Das gesamte Interview finden Sie auf: tv.medianet.at

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