Frischer Wind für die MICE-Branche
© Tom Grundschober – Austrian Convention Bureau/convention-photography.at
ACB-Geschäftsführerin Marie Lechner (3.v.l.) und ACB-Präsidentin Renate Androsch-Holzer (4.v.l.) mit den Convention4u 2026-Haupt­partnern.
MARKETING & MEDIA Redaktion 04.09.2026

Frischer Wind für die MICE-Branche

Der Jahreskongress des Austrian Convention Bureau (ACB) stand heuer ganz im Zeichen von Innovationen.

WIEN/ZELL AM SEE. Unter dem Motto „loslassen. neudenken.“ versammelte die Convention4u, der Jahreskongress des Austrian Convention Bureau (ACB), von 22. bis 24. Juni rund 190 Meeting Professionals aus ganz Österreich im Ferry Porsche Congress Center Zell am See.

Einen inhaltlichen Höhepunkt setzte der Live-Podcast „Framing the Future of Business Events. Wie wir besser Entscheidungen treffen“ mit Viktor Mayer-Schönberger und Host Urs Treuthardt.
Die zentrale Botschaft dabei: Kongresse dürfen nicht länger Orte der Informationsvermittlung sein. In einer Zeit, in der Wissen jederzeit verfügbar ist, liegt ihr Mehrwert darin, Begegnungen zu ermöglichen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und damit bessere Entschlüsse zu fördern.
Auch Raphael Gielgen, Trendscout Future of Work Life & Learn bei Vitra, machte in der Eröffnungskeynote deutlich, dass erfolgreiche Organisationen künftig weniger durch bestehendes Wissen als vielmehr ihre Fähigkeit geprägt werden, schnell zu lernen, mutige Entscheidungen zu treffen und neue Perspektiven zuzulassen. Kreativität, Offenheit und die Bereitschaft, Gewohntes loszulassen, seien entscheidende Voraussetzungen, um Innovation aktiv zu gestalten. Gerade angesichts von KI, wirtschaftlicher Unsicherheit und sich wandelnden Geschäftsmodellen brauche es Formate, die Orientierung geben und kreatives Denken fördern.

Neue Formate
Ganz im Sinne des Kongressmottos wurde auch die Destination selbst zum Programm. Das Ferry Porsche Congress Center, die umliegende Bergwelt und der Zeller See wurden bewusst in das Kongresserlebnis integriert. Reflexionsphasen am Berg, Begegnungen am See und zahlreiche interaktive Formate schufen Räume für neue Gedanken und intensive Gespräche.

„Innovation entsteht selten im Sitzungssaal allein. Sie setzt voraus, aus gewohnten Denkmustern auszubrechen. Dafür braucht es Orte, die Perspektivwechsel ermöglichen und Menschen aus ihrem gewohnten Arbeitsalltag herausholen. Welche wichtige Rolle Bewegung wie auch Zeit in der Natur dabei spielt, wird bei Kongressen oft unterschätzt. Umso wichtiger ist es uns, diese Elemente in unserem Tagungslabor zu integrieren. Zell am See bietet dafür die perfekten Rahmenbedingungen“, erklärt ACB-Geschäftsführerin Marie Lechner.

Sandra Neukart, COO Österreich Werbung dazu: „Die Convention4u zeigt jedes Jahr aufs Neue, wie viel Innovationskraft in der Meetingindustrie steckt. Gerade in Zeiten des Wandels brauchen wir Orte, an denen Wissen geteilt, neue Kooperationen entstehen und gemeinsam an den Herausforderungen der Zukunft gearbeitet wird. Dieser Austausch ist essentiell für eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit.“

Zukunftsfit aufgestellt
Die gesamte Veranstaltung einschließlich Rahmenprogramm wurde nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens bereits zum 17. Mal als Green Meeting durchgeführt und unterstrich damit den Anspruch, Innovation und Nachhaltigkeit ge­meinsam weiterzudenken. (red)

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