••• Von Sabine Stehrer
WIEN. 23 Spitäler mit 7100 Betten, in denen jährlich zwei Millionen Patienten behandelt werden und 20.000 Mitarbeitende tätig sind: Diese Zahlen, die Österreichs Ordensspitäler beschreiben, sind ohnedies schon eindrucksvoll. Nun kann die Liste durch eine weitere beachtliche Zahl ergänzt werden. Einer aktuellen Studie der Forschungsgesellschaft Joanneum Research zufolge produzierten die Häuser zuletzt, im Jahr 2024, vier Milliarden Euro Wertschöpfung. Gegenüber dem Jahr 2018, wo eine entsprechende Studie durchgeführt wurde, hat sich der Zugewinn damit verdoppelt.
Das Plus verteilt sich unterschiedlich auf die Bundesländer. Am höchsten fiel es mit 1,76 Mrd. € in Oberösterreich aus. In der Studie, die von der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler in Auftrag gegeben worden war, steht auch zu lesen, was die Summe bedeutet. Etwa, dass jeder 111. Euro, der hierzulande an Wertschöpfung entsteht, direkt oder indirekt auf die Ordensspitäler zurückgeht. Oder, dass die direkte Bruttowertschöpfung der Ordensspitäler leicht unter jener des Sektors Forschung und Entwicklung liegt und leicht über jener des Sektors Werbung und Marktforschung.
„Die Zahlen sind für uns eine Bestätigung unseres täglichen Handelns auf mehreren Ebenen“, sagte der Gesamtleiter der Einrichtungen der Barmherzigen Brüder Peter Ausweger bei der Präsentation der Studienergebnisse. Die Steigerung der Wertschöpfung habe man unter anderem durch Investitionen und effizientere Prozesse erreicht. Sie würde deutlich machen: „Wir sichern nicht nur eine Versorgung auf medizinischem Spitzenniveau, sondern leisten auch einen erheblichen Beitrag zur österreichischen Wirtschaft.“
1,5 Milliarden fürs Budget
Die Ordensspitäler würden auch einen erheblichen fiskalischen Beitrag leisten, sagte Studienautor Michael Scholz: „Die Rückflüsse in das öffentliche Budget betrugen 2024 rund 1,5 Mrd. € aus Sozialversicherungsbeiträgen und Steuern.“ Das bedeute, dass von jedem Euro, der in den Spitälern direkt erwirtschaftet wird, rund 37 Cent an den Staat und die Sozialversicherungen fließen.
