HEALTH ECONOMY
Was wir vom Hals der Giraffen lernen können © Pfizer
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Advertorial 22.06.2018

Was wir vom Hals der Giraffen lernen können

Mit einem Abstand von 1,80 Metern zwischen Herz und Gehirn erwartet man eigentlich, dass Giraffen einen hohen Blutdruck haben. Denn damit das Blut diesen Höhenunterschied überwinden kann, muss das Herz kräftig pumpen.

Hohen Blutdruck haben sie trotzdem nicht. Das riesige Kreislaufsystem der Giraffe wird von einem relativ kleinen, aber starken Herzen gut versorgt. Da das Blut in Gefäßen des Halses eine etwa 1,80 Meter lange Flüssigkeitssäule bildet, entsteht am unteren Halsende ein enormer hydrostatischer Druck. Die Größe des hydrostatischen Drucks hängt nämlich nicht von der Flüssigkeitsmenge, sondern von der Höhe des Flüssigkeitsspiegels und der Dichte  der Flüssigkeit ab. Um diesen enormen Druck zu überwinden, muss das Herz der Giraffe kräftig pumpen.

Der Blutdruck einer erwachsenen Giraffe kann bis zu 300/180 mmHg erreichen. Das ist ungefähr doppelt so viel, wie der eines erwachsenen Menschen. So hohe Werte werden aber nur in der Nähe des Herzens gemessen. Im Kopf der Giraffe misst man einen dem Menschen ähnlichen Blutdruck. Das Erstaunliche: Der Blutdruck in den Köpfen der Giraffen bleibt niedrig, egal ob sie Blätter von hohen Bäumen rupfen oder Wasser in Bodenhöhe schlürfen. Wie das funktioniert?

Die großen Halsvenen der Giraffe beinhalten ein komplexes Klappensystem. Dieses System hält das Blut davon ab zurückzufließen und sich im Kopf anzusammeln, wenn die Giraffe den Kopf senkt. Und das ist auch wichtig: Wenn eine Giraffe aus aufrechter Position ihren Kopf bis zum Boden bewegt, kann der Höhenunterschied bis zu 6 Meter betragen!

Die Giraffe hat noch einen weiteren Trick auf Lager: Blutgefäße mit dicken Wänden. Das verleiht den Blutgefäßen hohe Stabilität. Zusätzlich können diese Blutgefäße enger und weiter werden, um sich an unterschiedliche Blutmengen anzupassen.

Diese Erkenntnisse können Wissenschaftler bei der Entwicklung von neuen Therapieansätzen für kardiovaskuläre Erkrankungen unterstützen. Wir dürfen also gespannt bleiben! Für weitere faszinierende Artikel rund um das Thema Forschung, besuchen Sie uns auf dem Get Science Blog!

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