LINZ/DONAWITZ. Die voestalpine stellt an ihrem Standort in Donawitz im 1. Halbjahr 2027 ihre Produktion teilweise auf eine elektrifizierte Stahlerzeugung um und kann im Vollbetrieb jährlich rund 850.000 Tonnen CO2-reduzierten Stahl produzieren. Die Montage der neuen Elektrolichtbogenofenanlage (EAF) wurde plangemäß größtenteils abgeschlossen, nun startet in Teilbereichen die Kalt-Inbetriebnahme. Dabei werden etwa Förderanlagen, Hydrauliksysteme, Elektroinstallationen, Kühlkreisläufe sowie die Automatisierung getestet.
Die Elektrolichtbogenofenanlage besteht aus mehreren zentralen Komponenten, wie etwa einem Unter- und einem Obergefäß und einer Wippe, sowie aus den dazugehörigen Infrastruktur- und Versorgungseinrichtungen (z.B. Stromleitungen). Die insgesamt knapp 900.000 gelieferten Einzel-Bauteile mit einem Gesamtgewicht von etwa 8.500 Tonnen wurden zum Standort Donawitz per Schiff, Bahn und LKW transportiert.
„Mit greentec steel, Österreichs größtem Klimaschutzprogramm, liegen wir in Linz und in Donawitz sowohl zeitlich wie auch budgetär voll im Plan. 2026 werden die wesentlichen Bau- und Montagearbeiten abgeschlossen, bevor im 1. Halbjahr 2027 die ersten Schmelzen in den neuen Elektrolichtbogenöfen in Donawitz und in Linz erfolgen werden“, sagt Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG.
Nächster Meilenstein
Die Kalt-Inbetriebnahme markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein. Voraussetzung dafür ist die Inbetriebnahme zentraler Infrastruktursysteme wie die elektrische Energieversorgung und die Medienversorgung. Während der Kalt-Inbetriebnahme werden erstmals alle Anlagenkomponenten als Gesamtsystem getestet. Dabei werden mechanische Funktionen, Medien- und Rohrleitungssysteme sowie Sensoren, Antriebe und Steuerungen geprüft. Zusätzlich erfolgen umfangreiche Tests der Automatisierungs- und Sicherheitssysteme, um die Anlage optimal auf die spätere Produktionsaufnahme vorzubereiten.
Erst wenn alle Systeme fehlerfrei zusammenspielen, erfolgt der nächste Schritt in Richtung Produktionsstart. Planmäßig erfolgt dieser im 1. Halbjahr 2027. Wie berichtet, wird die EAF-Anlage, die im nächsten Jahr in Betrieb genommen wird, vorbehaltlich offener Förderfragen bis 2030 erweitert. Die Erweiterungsinvestition von rund 100 Mio. € Euro erfolgt unter anderem für den weiteren Ausbau der Stromversorgung, die Errichtung einer dritten Sekundärmetallurgie-Linie und die Erweiterung der Schrottlogistik. Mit diesem Schritt könnte der Standort Donawitz ab 2030 vollständig auf eine elektrifizierte Stahlproduktion umstellen.
Neue Agentur für Creator-Commerce
Die Salzburger Agentur Inspiranto und die Stuttgarter Agentur all about artists bündeln ihre Kompetenzen im Creator-Commerce. Mit dem Joint Venture CRTR Studios wollen die beiden Unternehmen