WIEN. Der anhaltende Druck auf den Digitalstandort Österreich spiegelt sich in den aktuellen Zahlen von Magenta Telekom wider. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres verzeichnete das Unternehmen einen leichten Rückgang des operativen Geschäfts. Magenta erwirtschaftete ein EBITDA AL von 274 Mio. Euro (-2,9 %) bei einem Umsatz von 726 Mio. Euro (-1,5 %). Während das Internetgeschäft mit 1,05 Mio. Kundinnen und Kunden (-2 %) weiter unter Druck steht, entwickelte sich der Mobilfunkbereich mit einem Zuwachs von 1,1 % auf 6,63 Mio. SIM-Karten stabil.
Ausbau der digitalen Infrastruktur Trotz der rückläufigen Kennzahlen erhöhte der Telekom-Anbieter seine Investitionen in den Ausbau von 5G, Glasfaser sowie die Modernisierung der Netzinfrastruktur im ersten Halbjahr um 1,2 % auf 137 Mio. Euro.
Forderung nach besseren Rahmenbedingungen Um künftige Investitionen in den Standort abzusichern, sieht CEO Thomas Kicker dringenden Handlungsbedarf: „Investitionen in den Standort lohnen sich - jeder Euro, den wir jetzt in die Digitalisierung stecken, fließt achtfach zurück. Jetzt müssen Investitionsanreize erfolgen und unserer Branche die Daumenschrauben abgenommen werden. Die Einholung der Genehmigungen für den Ausbau unserer Netzinfrastruktur ist aktuell langwieriger als die eigentlichen Umsetzungsarbeiten. Zudem sind internationale Investoren immer stärker verunsichert, weil politische und regulatorische Signale zur Steigerung der Rechtssicherheit fehlen.“
CFO Aleksander Bek unterstreicht das Engagement: „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren mehr als 2,5 Milliarden Euro in die digitale Infrastruktur investiert. Als Magenta wollen wir Unternehmen und Menschen dabei unterstützen, das Potenzial von KI zu nutzen und Österreichs digitale Zukunft aktiv mitgestalten.“ (red)