WIEN. Die Shortlist für den Papageno-Medienpreis für suizidpräventive Berichterstattung 2026 steht fest. Drei journalistische Beiträge wurden von der Jury ausgewählt. Der vom Gesundheits- und Sozialministerium gemeinsam mit mehreren Organisationen vergebene Preis zeichnet Beiträge aus, die sich mit der Bewältigung von Suizidalität und Krisen beschäftigen.
Drei Beiträge nominiert
Auf der Shortlist stehen Nikolai Atefie mit der Podcastreihe „Nach dem Absturz“ auf Jetzt.at, Leon Hoffmann-Ostenhof mit dem ORF-Thema-Beitrag „Bauernburnout – Wenn Bauern nicht mehr können“ sowie Meli Tüchler und Daniel Martos mit „Suizidgedanken – Was tun, wenn jemand nicht mehr leben will?“ bei Kronehit.
Die Jury setzt sich aus Journalistinnen und Journalisten, Expertinnen und Experten der Suizidprävention sowie Betroffenenvertreterinnen und Betroffenenvertretern zusammen. Die drei ausgewählten Arbeiten erfüllen laut Aussendung die Kriterien für suizidpräventive Berichterstattung gemäß den entsprechenden Medienrichtlinien.
Preis seit 2019 vergeben
Der Papageno-Medienpreis wurde 2019 ins Leben gerufen und soll die Bedeutung der Medien für die Suizidprävention hervorheben. Hintergrund ist der sogenannte Papageno-Effekt: Berichte über die Bewältigung von Krisen und Suizidalität können präventiv wirken.
Die Preisverleihung durch Gesundheits- und Sozialministerin Korinna Schumann findet am 10. September 2026 im Presseclub Concordia statt. In Österreich sterben laut Ministerium jährlich rund 1.200 Menschen durch Suizid. (red)