WIEN. – Der ORF weist eine Berichterstattung der „Kronen Zeitung“ und eine Aussendung der FPÖ zur geplanten Optimierung seines terrestrischen Sendernetzes zurück. Die Darstellung, wonach 64.000 Österreicherinnen und Österreicher bis Jahresende ohne TV- und Radioempfang bleiben würden, sei falsch.
Kleinstsendeanlagen werden abgeschaltet
Im Zuge von Einsparungsmaßnahmen sollen bis Jahresende Kleinstsendeanlagen in Randlagen außer Betrieb genommen werden. Laut ORF werden die betroffenen Gebiete zum größten Teil weiterhin durch andere Sendeanlagen versorgt. Die Netzabdeckung des ORF-Sendernetzes soll bei 99 Prozent des österreichischen Bundesgebietes bleiben. Durch die Maßnahmen sollen rund 1,5 Mio. Euro jährlich eingespart werden.
Unterschiedliche Empfangswege
Nach Angaben des ORF empfangen 94 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher das Programm über Satellit, Kabel oder Streaming, sechs Prozent über Antenne. Die Zahl von 64.000 Personen beziehe sich auf die Bevölkerung in den betroffenen Gemeinden und nicht auf tatsächlich betroffene Haushalte. In einzelnen Gebieten könne es zu Einschränkungen beim Empfang über Antenne oder UKW kommen. Der ORF verweist betroffene Nutzerinnen und Nutzer auf sein Kundenservice, das individuelle Lösungen für die jeweilige Empfangssituation anbieten soll. (red)