Streif zwischen Sport, Marke und Wirtschaft
© Senat der Wirtschaft
Bei der Senat-Lounge „Streif Inside“ in Kitzbühel standen Markenführung, Infrastruktur und die wirtschaftliche Bedeutung von Events im Fokus
MARKETING & MEDIA Redaktion 21.09.2026

Streif zwischen Sport, Marke und Wirtschaft

Bei der Senat-Lounge „Streif Inside“ in Kitzbühel diskutierten Vertreter aus Sport, Tourismus und Wirtschaft darüber, wie sich die Streif zur internationalen Marke entwickelte und welche Rolle Infrastruktur, Veranstaltungen und langfristige Investitionen

KITZBÜHEL. Wie entstehen aus sportlicher Bekanntheit eine starke Marke und langfristige wirtschaftliche Effekte für eine Region? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Senat-Lounge „Streif Inside“ des Senats der Wirtschaft am 10. September in Kitzbühel. Mit dabei waren unter anderem Anton Bodner und Christian Wörister vom Vorstand der Bergbahn AG Kitzbühel, Michael Huber, Präsident des Kitzbüheler Ski Clubs, Thomas Zanolin, Aufsichtsratsvorsitzender von Kitzbühel Tourismus, sowie Olympiasieger und Streckenrekordhalter Fritz Strobl.

Investitionen in den Standort
Bodner und Wörister stellten langfristige Investitionen in Qualität, Innovation und Infrastruktur in den Mittelpunkt. Rund 520 Mitarbeiter arbeiten laut Wörister jeden Winter daran, die Voraussetzungen für den Betrieb des Skigebiets und Veranstaltungen zu schaffen. KitzSki investiert zudem in technologische Lösungen – vom Handyticket ohne Keycard bis zu Kühltürmen, mit denen Wasser für die Beschneiung temperiert werden kann.

Michael Huber gab Einblicke in die Organisation des Hahnenkammrennens. Hinter den wenigen Minuten Spitzensport am Renntag stünden monatelange Vorbereitung und die Zusammenarbeit zahlreicher Partner. Der 1902 gegründete Kitzbüheler Ski Club zählt rund 11.500 Mitglieder und investiert seine Einnahmen unter anderem in Sportausbildung und Nachwuchsförderung.

Events als Teil der Standortstrategie
Welche Bedeutung Veranstaltungen für die Positionierung einer Destination haben können, erläuterte Zanolin. Kitzbühel verfolgt dabei eine Ganzjahresstrategie, bei der unterschiedliche Veranstaltungen gezielt zusätzliche Nachfrage schaffen sollen. Neben dem Hahnenkammrennen gehören dazu etwa das Generali Open, das seit 2026 ausgetragene DP World Tour Golfturnier sowie die Romy-Gala.

Fritz Strobl wiederum zog Parallelen zwischen Spitzensport und Unternehmertum. „Angriff ist die beste Verteidigung“, beschrieb er seine Haltung auf der Streif. Vorbereitung, Disziplin, Entscheidungsstärke, Risikobereitschaft und der Umgang mit Rückschlägen seien Faktoren, die aus seiner Sicht sowohl im Sport als auch im unternehmerischen Umfeld eine Rolle spielen.

Zum Abschluss führte eine gemeinsame Wanderung entlang der Streif die Teilnehmer über die Rennstrecke. (red)

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