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EY Entrepreneur Of The Year 2018 © Point of View

EOY Sieger: (v.l.n.r.): Erich Lehner, Managing Partner Markets EY Österreich; Philipp Maderthaner, Campaigning Bureau; Walter Emberger, Teach For Austria; Katharina List-Nagl, F/List; Johannes Homa, Lithoz; Werner Trenker, Med Trust

© Point of View

EOY Sieger: (v.l.n.r.): Erich Lehner, Managing Partner Markets EY Österreich; Philipp Maderthaner, Campaigning Bureau; Walter Emberger, Teach For Austria; Katharina List-Nagl, F/List; Johannes Homa, Lithoz; Werner Trenker, Med Trust

Redaktion 15.10.2018

EY Entrepreneur Of The Year 2018

Österreichs Top-Unternehmer in der Wiener Hofburg ausgezeichnet

WIEN. Gestern vergab die Prüfungs- und Beratungsorganisation EY zum 13. Mal den "EY Entrepreneur Of The Year Award" in Österreich. Rund 600 Gäste aus Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft waren der Einladung zur glanzvollen Gala im Festsaal der Wiener Hofburg gefolgt.

Der EY Entrepreneur Of The Year gehört zu den weltweit renommiertesten Auszeichnungen für Unternehmerinnen und Unternehmer. Seit über 30 Jahren zeichnet EY in 60 Ländern ausgewählte Entrepreneure für besondere Leistungen aus. Zu den Beurteilungskriterien der Jury zählen Wachstum, Zukunftspotenzial, Innovation, Mitarbeiterführung und gesellschaftliche Verantwortung.

„Entrepreneure sind die Triebfeder des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Fortschritts. Gerade in Zeiten der Transformation, wie wir sie gerade stärker denn je erleben, kommt ihnen eine immense Bedeutung zu. Erfolgreiche Unternehmerinnen und Unternehmer ergreifen die Chancen des Wandels, entwickeln ihr Unternehmen mit Augenmaß und Verantwortung weiter, treiben Innovation voran und erfinden ihr eigenes Geschäftsmodell laufend neu. Diese Fähigkeiten haben schon immer große Unternehmerpersönlichkeiten ausgezeichnet und werden es auch in Zukunft tun. Mit dem EY Entrepreneur Of The Year Award zeichnen wir heuer bereits zum 13. Mal Österreichs herausragende Unternehmerpersönlichkeiten aus und holen ihre Erfolgsgeschichten vor den Vorhang“, so Gunther Reimoser, Country Managing Partner bei EY Österreich.

Der hochkarätige Unternehmerpreis wurde heuer erstmals in fünf Kategorien vergeben: Neben den Kategorien „Industrie & Hightech“, „Handel & Konsumgüter“, „Dienstleistungen“ und „Start-ups“ zeichnete EY heuer erstmals den „Social Entrepreneur“ des Jahres aus.

„Wir möchten mit dem Entrepreneur Of The Year den Scheinwerfer auf den unschätzbaren gesellschaftlichen Wert von Unternehmerinnen und Unternehmern lenken. Dieser ist in allen Kategorien ein mitentscheidendes Kriterium. Mit der neuen Kategorie ‚Social Entrepreneur‘ wollen wir das nachhaltige soziale Engagement von Entrepreneuren noch stärker vor den Vorhang holen und die verdiente Wertschätzung geben“, so Erich Lehner, neuer Program Partner des EY Entrepreneur Of The Year in Österreich.

Erster Gewinner in der Kategorie „Social Entrepreneur“ ist Walter Emberger, der mit „Teach For Austria“ eine gemeinnützige Initiative gestartet hat, um Schülerinnen und Schülern aus bildungsfernen Gesellschaftsschichten Zugang zu Bildung zu ermöglichen und eine nationale Bewegung zur Beseitigung von Bildungsungerechtigkeit aufzubauen. In der Kategorie „Handel & Konsumgüter“ wurde Werner Trenker von der burgenländischen Med Trust, einem der führenden Hersteller und Anbieter von Diabetikerbedarf, ausgezeichnet.

In der Kategorie „Dienstleistungen“ sicherte sich Philipp Maderthaner vom Kampagnen-Spezialisten Campaigning Bureau den Sieg. In der Kategorie „Start-ups“ wurde Johannes Homa von Lithoz, dem Weltmarktführer für den 3D-Druck von Hochleistungskeramiken für industrielle und medizinische Anwendungen, ausgezeichnet.

In der Kategorie „Industrie & Hightech“ gewann Katharina List-Nagl von F/List. Die Eigentümerin und Geschäftsführerin des international renommierten Herstellers hochwertiger Innenausstattungen für Business Jets und Yachten mit Sitz in Niederösterreich wurde von der Fachjury aus 15 Finalisten ausgewählt, um Österreich beim EY World Entrepreneur Of The Year Award, der im Juni 2019 in Monte Carlo stattfinden wird, zu vertreten.

Die Finalisten und Sieger

Kategorie Industrie & Hightech

  • Sieger: Katharina List-Nagl, F. List GmbH
  • Finalist: Leopold Gallner, ekey biometric systems GmbH
  • Finalisten: Johann, Markus und Philipp Kreisel, Kreisel Electric GmbH & Co KG

Kategorie Handel & Konsumgüter

  • Sieger: Werner Trenker, Med Trust Gruppe
  • Finalist: Albert Schmidbauer, Biogena Naturprodukte GmbH & Co KG
  • Finalist: Thomas Klein, Almdudler-Limonade A. & S. Klein GmbH & CO KG

Kategorie Dienstleistungen

  • Sieger: Philipp Maderthaner, Campaigning Bureau Kampagnenberatungs GmbH
  • Finalist: Michael Ehlmaier, EHL Immobilien GmbH
  • Finalist: Josef Donhauser, DoN Group

Kategorie Start-ups

  • Sieger: Johannes Homa, Lithoz GmbH
  • Finalist: Lukas Pastl, surgebright GmbH
  • Finalisten: Richard Hirschhuber und Philipp Zimmermann, Greenstorm Mobility GmbH

Kategorie Social Entrepreneur

  • Sieger: Walter Emberger, Teach For Austria gemeinnützige GmbH
  • Finalist: Gregor Demblin, myAbility Social Enterprise GmbH
  • Finalist: Ali Mahlodji, watchado GmbH

Katharina List-Nagl von F/List: Business Jet-Ausstatterin im Steigflug
In der Kategorie Industrie & Hightech zeichnete EY Katharina List-Nagl von F/List aus. Sie führt den international renommierten Hersteller hochwertiger Innenausstattungen für Business Jets und Yachten mit Sitz in Niederösterreich in dritter Familiengeneration. Nach dem Wirtschaftsstudium sammelte sie Erfahrungen im Ausland, unter anderem bei Hugo Boss in Spanien. 2004 stieg sie in das elterliche Unternehmen ein. Dort durchlief sie alle Stationen des Betriebs und war wesentlich am starken Wachstumspfad des Unternehmens beteiligt. Seit 2009 ist die zweifache Mutter Geschäftsführerin des Unternehmens.

Aus dem 1950 gegründeten Tischlereibetrieb mit fünf Mitarbeitern entwickelte sich bis heute eine internationale Unternehmensgruppe, die für Kunden in 33 Ländern tätig ist. F/List hat seit dem Eintritt von Katharina List-Nagl 2004 den Umsatz nahezu verzehnfacht. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftet derzeit 60 Millionen Euro Umsatz und beschäftigt weltweit rund 750 Mitarbeiter.

Katharina List-Nagl wurde von der Jury außerdem als Vertreterin Österreichs beim EY World Entrepreneur Of The Year 2019 ausgewählt. „Katharina List-Nagl ist eine herausragende Unternehmerin, die beweist, dass bodenständige Unternehmensführung und hervorragendes Gespür für Luxus kein Widerspruch sind. F/List ist heute auch aufgrund ihres unternehmerischen Könnens und ihrer Leidenschaft ein globales Familienunternehmen aus Niederösterreich. Wir freuen uns sehr, dass Katharina List-Nagl Österreich beim EY World Entrepreneur of the Year 2019 in Monte Carlo vertreten wird“, so Erich Lehner.

Werner Trenker von Med Trust: Do-it-Yourself für Diabetiker
In der Kategorie Handel & Konsumgüter ging der Sieg an Werner Trenker von der burgenländischen Med Trust. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Silvia gründete er 1997 Med Trust, um ein non-invasives Blutzucker-Messsystem auf den Markt zu bringen. Nach zweijährigen Verhandlungen scheiterte dieser Versuch, weshalb das Unternehmen zuerst Fremdprodukte vertrieb. Schließlich entwickelte Med Trust die patentierte Marke Wellion. 2015 brachte das Unternehmen das erste Blutzuckermessgerät für Tiere auf den Markt.

Heute ist Med Trust einer der führenden Hersteller und Anbieter von Diabetikerbedarf und stellt 15 eigene Messsysteme her, die in 78 Ländern vertrieben werden. Das Unternehmen generiert 70 Prozent des Umsatzes im Ausland. Med Trust versorgt momentan tausende Pflegeheime in Deutschland, Schweden, Tschechien und Österreich. In Deutschland ist Med Trust bereits in Pflegeheimen mit vollem Serviceumfang für Diabetiker-Patienten vertreten.

Philipp Maderthaner vom Campaigning Bureau: Kampagnen-Pionier und Daten-Deuter
In der Kategorie Dienstleistungen setzte sich Philipp Maderthaner vom Campaigning Bureau durch. Er hat das Unternehmen 2012 als „One-Man-Show“ gegründet und innerhalb von knapp fünf Jahren zu einem hochspezialisierten Unternehmen am Schnittpunkt von Kommunikation, Technologie und Unternehmensberatung gemacht. Seine jahrelange Erfahrung im Kampagnenbereich ließ er in die Entwicklung eines eigenen methodischen Ansatzes einfließen: die „Movement Campaigning“ Methode. Damit unterstützt er Kunden bei der Aktivierung, Mobilisierung und Involvierung von Zielgruppen.

Zur Markteinführung im Jahr 2012 organisierte er den internationalen Kongress „Campaigning Summit“ mit Experten aus aller Welt, der später zur Drehscheibe der europäischen Campaigning Szene wurde. Im Jahr 2014 erhielt Philipp Maderthaner den „Rising Star Award“ des US-Magazins Campaigns & Elections. Mit „Cambuildr“ hat das Campaigning Bureau eine hauseigene Software entwickelt, die wie ein verhaltensorientiertes Datenbanksystem funktioniert. Seinen Einsatz fand dieses Tool mitunter in der Wahlkampagne von Bundeskanzler Sebastian Kurz. Die Vision des Gründers ist es, ein Ökosystem für Unternehmen und Organisationen mit Mission zu erschaffen.

Johannes Homa von Lithoz: „Keramik-Kaiser“ mit 3D-Drucker
Johannes Homa hat Lithoz 2011 basierend auf den Forschungsarbeiten der TU Wien als Spin-off gegründet. Lithoz ist spezialisiert auf die Entwicklung und Herstellung von Fertigungssystemen für den 3D-Druck von Hochleistungskeramiken. Lithoz hat sich innerhalb weniger Jahre von einem universitären Forschungsprojekt über ein Spin-off bis hin zum Weltmarkt- und Innovationsführer für den 3D-Druck von komplexen Hochleistungskeramiken für industrielle und medizinische Anwendungen entwickelt.

Lithoz beschäftigt derzeit 56 Mitarbeiter in Wien sowie drei Mitarbeiter im 2017 gegründeten Tochterunternehmen Lithoz America. Schon jetzt werden beinahe 100 Prozent des Umsatzes im Ausland generiert, auch das künftige Wachstum soll im Ausland erfolgen. 2017 erwirtschaftete Lithoz rund 3,5 Millionen Euro Umsatz. Für dieses Jahr wird ein Wachstum von 50 Prozent erwartet. Um auch weiterhin Weltmarktführer im Bereich der additiven Fertigung von Hochleistungskeramik zu bleiben, investiert Lithoz schon heute 20 bis 30 Prozent seiner Ressourcen in Forschung und Entwicklung.

Walter Emberger von Teach for Austria: Bildung für alle
Walter Emberger beschäftigte sich schon 2004 als Unternehmensberater mit dem österreichischen Bildungssystem und war später als Studiengangleiter und schließlich als Vizerektor einer Privatuniversität tätig. Damals erkannte er bereits Defizite im Umgang mit Kindern aus bildungsfernen Gesellschaftsschichten. Nachdem er in Großbritannien Teach First UK kennenlernte, startete er 2011 nach diesem Vorbild eine private Initiative und gründete Teach For Austria. Walter Emberger setzte sich gegen Widerstände und Bedenken durch und verwirklichte seine Vision: die Chancen für sozioökonomisch benachteiligte Kinder durch spezifische Lehrangebote zu erhöhen.

Teach For Austria rekrutiert Hochschulabsolventinnen und -absolventen für ein zweijähriges Fellowprogramm. Fellows zeichnen sich durch ihr fachliches und gesellschaftliches Engagement aus und gehen als vollwertige Lehrkräfte an Teach For Austria-Zielschulen. Nach erfolgreichem Abschluss der Sommerakademie treten die Fellows mit voller Lehrverpflichtung zwei Jahre lang in Schulen mit vielen Kindern aus bildungsfernen Familien ein. Einige bleiben auch danach im Schulbetrieb und ergreifen einen Lehrberuf, andere werden Social Entrepreneurs im Bildungsbereich, in der Wissenschaft sowie im öffentlichen und privaten Sektor.

Im Schuljahr 2017/2018 unterrichteten 130 Teach For Austria Fellows und Alumni an Neuen Mittelschulen, Kooperativen Mittelschulen und Polytechnischen Schulen in 15 Wiener Bezirken mehr als 10.000 sozioökonomisch benachteiligte Kinder.

Entrepreneur Of The Year: österreichische Tradition mit internationaler Wirkung
Bereits seit 2006 vergibt EY den Entrepreneur Of The Year Award in Österreich. Während seines 13-jährigen Bestehens hat sich der Unternehmerwettbewerb zu einem jährlichen Fixpunkt für die heimische Wirtschaft entwickelt.

„In 13 Jahren Entrepreneur Of The Year in Österreich durften wir über 120 große Unternehmerpersönlichkeiten als Finalistinnen und Finalisten auf dieser Bühne ehren und an ihren beeindruckenden Geschichten teilhaben. Der ‚Entrepreneur Of The Year‘ ist nicht nur das Aushängeschild unseres Engagements für den Wirtschaftsstandort Österreich, er ist auch ein beeindruckender Beweis für die Vielfältigkeit und Leistungsfähigkeit des heimischen Unternehmertums“, so Dieter Waldmann, der den EY Entrepreneur Of The Year in Österreich eingeführt und seitdem verantwortet hat. Er übergibt die Programmverantwortung an Erich Lehner, Managing Partner Markets bei EY Österreich.

Die Finalisten und Gewinner des EY Entrepreneur Of The Year Awards in Österreich werden in ein globales Netzwerk eingeladen, das den Austausch und die Vernetzung mit Unternehmern aus aller Welt ermöglicht. Darüber hinaus nimmt jeweils ein nationaler Gewinner aller rund 60 teilnehmenden Länder an der weltweiten Wahl zum EY World Entrepreneur Of The Year teil. Bei der internationalen Verleihung im Juni 2019 in Monte Carlo wird Österreich durch Katharina List-Nagl von F/List vertreten.

Die Sieger wurden von einer unabhängigen Jury auf Basis von fünf Kriterien gekürt: Unternehmerische Leistung, Geschäftsentwicklung, Innovationskraft, Mitarbeiterführung und Zukunftsfähigkeit des Betriebs.

Die Jury des Entrepreneur Of The Year 2018 bestand aus:
•    Nikolaus Franke, Institutsvorstand am Institut für Entrepreneurship und Innovation an der Wirtschaftsuniversität Wien
•    Bettina Glatz-Kremsner, Vorstandsdirektorin Österreichische Lotterien
•    Johannes Höhrhan, Geschäftsführer Industriellenvereinigung Wien
•    Dietmar Baumgartner und Meinhard Platzer, Co-CEOs LGT Bank Österreich
•    Gertrude Schatzdorfer-Wölfel, Geschäftsführende Gesellschafterin Schatzdorfer Gerätebau GmbH & Co KG
•    Waltraud Schinko-Neuroth, Neuroth AG

(red)

Weitere Informationen finden Sie unter www.eoy.at.

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