WIEN. Trotz eines anhaltend herausfordernden wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds bestätigt sich der Wiener Büromarkt einmal mehr als robuster und stabiler Standort. Aktuelle Analysen aus dem Büromarktbericht Frühjahr 2026 zeigen, dass sich die Nachfrage auf konstantem Niveau bewegt und gleichzeitig eine zunehmende Differenzierung innerhalb des Marktes erkennbar ist. „Nach einer überraschend hohen Vermietungsleistung von rund 230.000 m² im Jahr 2025 bleibt die Marktdynamik auch zu Beginn des Jahres 2026 aufrecht“, so Michael Ehlmaier, Geschäftsführender Gesellschafter der EHL Immobilien GmbH. Mehrere großvolumige Abschlüsse befänden sich derzeit in fortgeschrittenen Verhandlungsphasen. Dies unterstreiche die anhaltend hohe robuste Nachfrage nach hochwertigen Büroflächen.
Neubauvolumen nimmt ab
„Mit einer aktuellen Leerstandsquote von rund 3,8 Prozent bewegt sich Wien weiterhin auf einem im internationalen Vergleich sehr niedrigen Niveau. Der leichte Anstieg ist in erster Linie auf das erhöhte Fertigstellungsvolumen des Vorjahres zurückzuführen, das vom Markt noch nicht vollständig absorbiert wurde“ ergänzt Stefan Wernhart, Geschäftsführer EHL Gewerbeimmobilien GmbH. Für die kommenden Quartale wird jedoch bereits wieder eine rückläufige Entwicklung erwartet, da das Neubauvolumen deutlich abnimmt.
Parallel dazu setzt sich der Aufwärtstrend bei den Mietpreisen fort. Die Spitzenmieten liegen aktuell bei etwa 29,50 €/m² mit weiterhin leicht steigender Tendenz. Haupttreiber sind die hohe Nachfrage in Bestlagen sowie gestiegene Baukosten. Der Wiener Büromarkt befindet sich zunehmend im Spannungsfeld zwischen wachsendem Kostenbewusstsein und steigenden Qualitätsanforderungen. Unternehmen stehen vermehrt vor strategischen „Stay-or-Go“-Entscheidungen und prüfen, ob bestehende Flächen den zukünftigen Anforderungen noch gerecht werden. (hk)
Für die inneren Werte
Die Porr hat 51% der Gesellschaftsanteile des Trockenbauspezialisten rhtb: mit Sitz in Wien, Bad Vöslau und Berlin erworben. Das Leistungsspektrum von rhtb: umfasst den klassischen