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dm setzt auf wiederverwendbare Einkaufstaschen aus nachhaltiger Forstwirtschaft © dm/Neumayr/Leopold
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Redaktion 31.07.2023

dm setzt auf wiederverwendbare Einkaufstaschen aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Regionale Holzfaser ersetzt Bio-Baumwolle.

SALZBURG / WALS. dm drogerie markt ergänzt sein Einkauftaschen-Sortiment um wiederverwendbare Shoppingbegleiter aus einer innovativen Holzfaser namens Lenzing Ecovero, beides Marken der Lenzing AG. Das oberösterreichische Unternehmen ist international für seine innovativen und nachhaltigen Zellstoffe und Fasern aus Holz bekannt. Erhältlich sind die neuen Tragetaschen in den österreichischen Filialen und acht weiteren dm Ländern.

Was macht die Holzfaser so umweltfreundlich?
Das Stichwort lautet „nachhaltige Forstwirtschaft“: Das bedeutet, dem Wald wird nur soviel Holz entnommen, wie auch wieder nachwachsen kann. Außerdem gibt der Förster darauf acht, dass das empfindliche Ökosystem nicht gestört wird und genügend Altholz für Insekten und andere Waldbewohner zurückbleibt. Die später aus dem nachhaltig gewonnenen Holz entstehende Lenzing Ecovero Faser punktet im Vergleich zu Baumwolle mit bis zu 60 Prozent geringerem Wasserverbrauch und wirkt so einem traurigen Trend entgegen: Die immense Nachfrage nach Baumwolle führt in Anbauländern wie Indien, Brasilien oder Pakistan häufig zu Mono-Kulturen, zum Austrocknen der Böden und zum Aussterben des natürlichen Artenreichtums.

Regionalität und Ressourcenschonung
Die regionale Verfügbarkeit der Rohstoffe ist ein weiterer Aspekt beim Vergleich Holzfaser versus Baumwolle. Denn letztere wächst nur in den wärmeren Regionen der Erde und hat daher meist schon lange Wege hinter sich, bevor sie überhaupt verarbeitet werden kann. Mit der Lenzing AG konnte dm eine Alternative finden und die komplette Produktionskette nach Mitteleuropa verlagern. Das Holz für die Lenzing Ecovero Faser kommt aus nachhaltiger europäischer Forstwirtschaft, etwa die Hälfte davon aus Österreich. Auch der Lieferprozess ist umweltfreundlich: 70 bis 75 Prozent des Holzes werden per Bahn ins Werk transportiert. Nachdem es in Lenzing zur Faser verarbeitet wurde, entsteht daraus in Linz das Garn. Gewebt und genäht werden die Taschen bei Textilherstellern in Deutschland und Polen. Schon jetzt hat dm auch die nächsten Schritte im Auge: Damit aus Taschen wieder Taschen werden, wird ein umweltfreundlicher Recyclingprozess inkl. Pfandsystem geprüft.

„Unsere neuen Holzfasertaschen sind somit nicht nur eine nachhaltige, sondern auch mitteleuropäisch-regionale Alternative für umweltbewusste Kundinnen und Kunden“, so dm Geschäftsführer Harald Bauer. „Im Gegensatz zur Produktion von Baumwollprodukten in Fernost können wir uns hier persönlich davon überzeugen, dass bei allen Produktionsschritten sowohl die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter als auch Fragen des Umweltschutzes unseren Vorstellungen entsprechen.“ Bereits 2015 schaffte dm als Vorreiter im österreichischen Handel den gratis Abreißbeutel aus Plastik ab und führte farbenfrohe Einkaufshelfer aus Bio-Baumwolle ein. Mit den Holzfasertaschen hat dm nun eine noch tragfähigere Alternative für die Zukunft gefunden.

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