SALZBURG. Der Lebensmittelhändler Spar und die NGO Fairtrade Österreich kooperieren seit 1999: Damals wurden 40 fair produzierte Produkte eingelistet, mittlerweile umfasst das Sortiment über 730 Artikel, darunter 100 Eigenmarkenprodukte. Viele faire Produkte hat Spar einst als erstes Unternehmen überhaupt nach Österreich gebracht, u.a. Bananen und Rosen.
Die Partnerschaft beschränkt sich indes längst nicht mehr auf Produkte: Seit vielen Jahren können Lehrlinge des Händlers in der Spar-Akademie Wien die Ausbildung zum „Fairtrade-Botschafter“ absolvieren. Pünktlich vor dem Schulschluss wurden auch heuer wieder 117 Jugendliche in feierlichem Rahmen für die erfolgreich absolvierte Zusatzausbildung geehrt.
„Es ist uns ein besonderes Anliegen, junge Menschen über den fairen Handel zu informieren. Das ist ein spezieller Service für unsere Kundinnen und Kunden und die nachhaltigste Möglichkeit, fairen Handel sowie kleine Produktionsbetriebe auch in Zukunft weiter zu stärken“, betont Spar-Geschäftsführer Alois Huber. Auch Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich, goutiert die Ausbildung: „Jeden Tag kaufen hunderttausende Menschen bei Spar ein. Da ist es umso wichtiger, dass auch die Angestellten in den Filialen zum Thema Fairtrade kompetent Auskunft geben können. Spar leistet hier bereits in der Lehrlingsausbildung einen großartigen Beitrag, um die Idee des fairen Handels noch fester in unserer Gesellschaft zu verankern.“
Know-how und Bewusstsein
Erklärtes Ziel der Ausbildung ist es, die Jugendlichen für fairen Handel zu begeistern und zu sensibilisieren. Die Vermittlung von Know-how zu den Themen Solidarität, Nachhaltigkeit oder globale Zusammenhänge in Verbindung mit kaufmännischem Verantwortungsbewusstsein sind dabei wesentlicher Bestandteil; komplettiert wird die Zusatzausbildung mit Vorträgen von Produzenten und der Thematisierung des fairen Handels in Unterrichtsgegenständen wie Warenkunde, politische Bildung, Kulturpflege und Warenpräsentation.
Auch Verkaufsaktivitäten von Fairtrade-Produkten in Spar-Märkten in Wien gehören zu einem erfolgreichen Abschluss der Zusatzausbildung dazu. (red)
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