Technologie meets Architektur
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INDUSTRIAL TECHNOLOGY Redaktion 03.07.2026

Technologie meets Architektur

Die voestalpine Stahlwelt in Linz ist nach umfassender Modernisierung feierlich wiedereröffnet.

LINZ. Nach rund 23 Monaten Umbauzeit präsentiert sich die voestalpine Stahlwelt am Standort Linz ab Juni 2026 vollständig neu. Der gesamte Ausstellungsbereich wurde architektonisch, technisch und inhaltlich umfassend modernisiert. Insgesamt investierte der Konzern rund 20 Mio. €, um die Vermittlung der Themen Stahlerzeugung, Weiterverarbeitung, Technologie, Innovation und Nachhaltigkeit auf den neuesten Stand zu bringen.

Herbert Eibensteiner, CEO der voestalpine AG: „Die modernisierte voestalpine Stahlwelt macht sichtbar, wofür wir als global tätiger Stahl- und Technologiekonzern stehen: Innovation, Nachhaltigkeit und höchste technologische Kompetenz. Sie zeigt eindrucksvoll unser gesamtes Leistungsspektrum und die Bedeutung unserer Produkte für das tägliche Leben.“

Verbindende Struktur
Zentrales Element des Ausstellungskonzepts ist der sogenannte Grid, eine hängende, begehbare Konstruktion, die das räumliche und inhaltliche Rückgrat der neuen Ausstellung bildet. Als offenes, vernetztes System veranschaulicht er zentrale Themen des Konzerns: technologischer Anspruch, Innovationskraft und die Transformation zu einer Stahlproduktion mit Net-Zero-CO2-Emissionen. Die Struktur verbindet Inhalte, Exponate und Besucher miteinander. Über den gesamten Grid verteilen sich rund 8.500 einzeln ansteuerbare LED-Lichtpunkte, die eine dynamische Lichtinszenierung ermöglichen. Insgesamt wurden rund 138 Tonnen Stahl verbaut, davon rund 40 Tonnen in der CO2-reduzierten greentec steel Edition. Durch eine Optimierung des Herstellungsprozesses am Standort Linz kann der Konzern bei seiner CO2-reduzierten Ausführung bereits rund zehn Prozent der direkten Emissionen einsparen.

Umsetzung des Ausstellungskonzepts
Die bauliche Umsetzung des Grids erfolgte durch die voestalpine am Standort Krems. Die einzelnen Grid-Elemente wurden als bis zu 13 Meter hohe „Bäume“ im Werk Krems vorgefertigt, nach Linz transportiert und in der voestalpine Stahlwelt in Millimeterpräzision eingebaut – eine logistische und konstruktive Herausforderung.

Konzipiert und gestaltet wurde die neue voestalpine Stahlwelt vom international tätigen Atelier Brückner aus Stuttgart, das unter anderem Projekte wie die Tutanchamun-Galerie im Grand Egyptian Museum in Kairo oder das BMW Museum in München realisiert hat.

Seit der Eröffnung der ursprünglichen Ausstellung im Jahr 2009 haben bereits rund 750.000 Menschen die voestalpine Stahlwelt besucht. Die neue Ausstellung verbindet klassische Inhalte mit moderner digitaler Vermittlung. Dafür erhalten die Besucher ein Tablet, das multimediale Erlebnisse ermöglicht. An interaktiven Stationen können außerdem komplexe Themen anschaulich erklärt werden.

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