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Handelsverband unterstützt Eiweiß-Strategie © Stephan Doleschal

Rainer Will

© Stephan Doleschal

Rainer Will

Redaktion 14.07.2021

Handelsverband unterstützt Eiweiß-Strategie

WIEN. Der Handelsverband begrüßt die von Landwirtschaftsministerin Köstinger, Landwirtschaftskammer-Präsident Moosbrugger und Donau Soja-Obmann Krön vorgestellte Österreichische Eiweiß-Strategie. Im Rahmen eines gemeinsamen Gipfels mit Vertretern aus Landwirtschaft, Politik und Handel wurde die Strategie erstmals vorgestellt und konkrete Maßnahmen diskutiert.

"Hochwertige Lebensmittel verdienen sich einen fairen Preis. Dafür braucht es Kostenwahrheit und Transparenz. Nachhaltig produzierte Lebensmittel sollten einfach zu erkennen und für alle Menschen leistbar sein, auch für jene mit kleinerer Geldbörse. Wir wollen nicht, dass unsere kleinstrukturierte österreichische Landwirtschaft durch Billig-Importe von Gen-Soja aus Südamerika noch stärker unter Druck kommt. Daher unterstützen wir das Ziel, die Soja-Importe bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren", so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer ersten Stellungnahme.

Österreichisches bzw. europäisches Soja ist garantiert gentechnikfrei und für den Anbau werden keine Regenwälder abgeholzt. Der Handelsverband hatte sich u.a. aus diesem Grund auch explizit gegen das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen ausgesprochen. Darüber hinaus brauche es "eine fairere Ausgestaltung der EU-Agrarpolitik mit Fokus auf kleine Betriebe und gezielter Unterstützung europäischer Eiweißpflanzen“, heißt es in einer Aussendung.

"Wir sind überzeugt davon, dass uns eine Erhöhung des Eigenversorgungsgrades bei Eiweiß krisenresilienter machen wird und alle Partner entlang der Wertschöpfungskette davon profitieren können – die heimische Landwirtschaft ebenso wie der Handel, die Konsumentinnen und Konsumenten und auch das Klima. Denn mehr Umweltschutz heißt weniger Soja-Importe aus Südamerika", so Will. (red)

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