Hohe Standortkosten bremsen die Expansion
© Leadersnet/Daniel Mikkelsen
RETAIL Redaktion 07.07.2026

Hohe Standortkosten bremsen die Expansion

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den stationären Handel bleiben angespannt. Zwar planen Filialisten weiterhin mehr Geschäftseröffnungen als Schließungen, die Expansionsdynamik hat sich gegenüber dem Vorjahr jedoch abgeschwächt. Hauptgrund sind steigende Standortkosten, insbesondere höhere Mieten und Nebenkosten, die vielerorts stärker wachsen als die Umsätze. Das zeigt der aktuelle Shoppingcenter Performance Report Österreich 2026 von ecostra und Handelsverband.

„Steigende Miet- und Nebenkosten sind derzeit das Thema Nummer eins bei Betreibern von Shops. Wenn Standortkosten dauerhaft stärker steigen als die Umsätze, schmälert das den Spielraum für Investitionen und Expansion“, sagt Handelsverbands-Geschäftsführer Rainer Will.

Fast zwei Drittel der befragten Händler sprechen sich daher für einen gesetzlichen Rahmen bei der Indexierung gewerblicher Mieten aus. Zudem werden flexiblere Mietmodelle und eine stärkere Unterstützung durch Centermanagements gefordert.

Nach einem leichten Aufwärtstrend im Vorjahr planen Handelsunternehmen im Durchschnitt wieder weniger Neueröffnungen und gleichzeitig mehr Schließungen. Pro Filialist stehen durchschnittlich 2,5 geplanten Neueröffnungen rund 1,8 Schließungen gegenüber. Innerstädtische Geschäftsstraßen bleiben zwar die bevorzugten Expansionsstandorte, ihr Vorsprung gegenüber Shoppingcentern und Fachmarktzentren hat sich jedoch verringert.

„Die markanteste Veränderung ist die weitere Verschlechterung der Wirtschaftlichkeit vieler Standorte. Während die Kosten weiter steigen, verliert die Expansion der Filialisten wieder an Dynamik“, erklärt Joachim Will, Geschäftsführer von ecostra.
 

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