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Hornbach zieht nach Tirol, das Konzernergebnis nach unten Hornbach
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Redaktion 24.05.2016

Hornbach zieht nach Tirol, das Konzernergebnis nach unten

Innsbruck bekommt einen ersten Hornbach Baumarkt. Die ehemalige bauMax-Filiale wurde in kurzer Zeit komplett umgebaut. Das Holding-Konzernergebnis sank indes um 17%.

INNSBRUCK/FRANKFURT. Am Montag eröffnete Hornbach den erster Tiroler Projektbaumarkt in einer ehemaligen bauMax-Filiale in Innsbruck-Rum. Auf der 10.000 Quadratmeter großen Verkaufsfläche finden Heimwerker und Tüftler rund  120.000 Artikeln. Das deutsche Familienunternehmen aus der Pfalz hat acht Millionen Euro in den Umbau und die Erweiterung des ehemaligen bauMax-Standortes investiert.

 „Es war immer unser erklärtes Ziel, den Kunden auch in Tirol einen leistungsfähigen Hornbach-Markt mit allen modernen Fachabteilungen und sämtlichen Services zu bieten. Wir freuen uns, dass wir dafür mit der ehemaligen bauMax-Immobilie einen sehr guten Standort sichern konnten. Wir haben keine Kosten und Mühen gescheut, diesen zu einem echten Hornbach Projektbaumarkt umzugestalten. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und wird unsere Kunden überzeugen“, sagt Wolfger Ketzler, Mitglied des Hornbach- Vorstands und u.a. zuständig für die Bereiche Expansion und Personal.  Zu den auffälligsten Veränderungen zählen das neue Parkhaus mit 280 Stellplätzen sowie das komplett neue Eingangsportal des Marktes, ebenso wie das „Drive-In“- Baustoffzentrum. Dort können Kunden mit PKW, Anhänger oder Transporter direkt ans Regal fahren und sich schwere Baustoffe aufladen lassen.

20 Jahre in Österreich

„Es freut mich sehr, dass wir nach unserer Premiere in Kärnten im vergangenen Jahr heuer endlich auch unseren ersten Markt in Tirol eröffnen können“, erklärt Stefan Goldschwendt, Landesgeschäftsführer der Hornbach Baumarkt GmbH Österreich. „Wir haben uns in den vergangenen zwei Jahrzehnten mit unserem riesigen Sortiment, den verlässlichen Dauertiefpreisen, starken Services und großer Fachkompetenz zur Nummer eins für alle Projekte in Haus, Hof und Garten entwickelt. Das bestätigen uns die Kunden regelmäßig in unabhängigen Befragungen. Dieser Zuspruch und Erfolg ist die Basis für unser kontinuierliches Wachstum, das nun mit der Eröffnung unseres 14. Standortes einen neuen Höhepunkt erreicht.“

Holding-Konzernergebnis gesunken

Nicht ganz so rosig sind die Zahlen der Hornbach Holding. Wie gestern mitgeteilt wurde, ist die deutsche Baumarktkette im Geschäftsjahr 2015/16 (1. März 2015 bis 29. Februar 2016) hinter ihrer bereits gesenkten Ergebnisprognose zurückgeblieben. Der Betriebsgewinn (Ebit) sank gegenüber dem Vorjahr um knapp 17 Prozent auf 138 Mio. €, wie der Konzern am Dienstag in Frankfurt, auf Basis endgültiger Zahlen mitteilte. Der Umsatz wuchs um 5,1% auf 3.755 Mio. €. Als Grund für den Ergebnisrückgang werden „ein schwaches drittes Quartal sowie nicht-operative Sondereffekte im vierten Quartal“, genannt.

„Trotz der schwierigen Geschäftsentwicklung 2015/2016 ist der operative Wachstumskern unserer Gruppe intakt. Unser stationäres Handelsgeschäft ist profitabel und leistungsfähig. So haben wir unsere Flächenproduktivität im abgelaufenen Geschäftsjahr das vierte Jahr in Folge auf den bisherigen Rekordwert von mehr als 2000 Euro je Quadratmeter Verkaufsfläche im Konzern erhöht. Auf dieser Basis investieren wir weiter engagiert in den Ausbau unserer Digitalstrategie und stellen die Weichen für künftiges Wachstum. Von diesem Kurs lassen wir uns auch nicht wegen eines schlechten Quartals oder nicht planbarer Jahresabschlusseffekte abbringen“, sagte Albrecht Hornbach, der Vorstandsvorsitzende der Hornbach Management AG, der persönlich haftenden Gesellschafterin der Hornbach Holding AG & Co. KGaA, bei der Bilanzvorlage in Frankfurt.

Trotz millionenschwerer Abschreibungen, sieht der Vorstandsvorsitzende Hornbach keine Gefahr vor feindlichen Übernahmen. Geschützt sei Hornbach durch die besondere Struktur des familiengeführten Unternehmens.  (nn)

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