Post präsentierte solide Bilanz mit positivem Ausblick
© Österreichische Post AG
RETAIL Redaktion 17.03.2026

Post präsentierte solide Bilanz mit positivem Ausblick

WIEN. Insgesamt verlief das Jahr 2025 für die Post AG im Jahr 2025 leicht verhalten: Das Betriebsergebnis (EBIT) ging im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 196,9 Mio. Euro zurück. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verzeichnete einen Rückgang von 2,2 Prozent auf 413,3 Mio. Euro. Der Umsatz reduzierte sich um 2,6 Prozent auf 3,04 Mrd. Euro. Das Ergebnis je Aktie (EPS) sank von 2,04 auf 1,96 Euro. Allerdings gab es ein deutliches Plus beim operativen Free Cashflow von 10,3 Prozent auf 280,1 Mio. Euro. Das Eigenkapital lag mit Jahresende 2025 bei 767,6 Mio. Euro, ein leichter Anstieg von 0,8 Prozent.

Post-Chef sieht "solide operative Entwicklung"
"Trotz eines herausfordernden Marktumfelds und der positiven Sondereffekte im Vorjahr zeigte die Österreichische Post im Geschäftsjahr 2025 eine solide operative Entwicklung. In Österreich haben wir unser Paketwachstum auch 2025 fortgesetzt und wir konnten unsere führende Marktposition erfolgreich behaupten", kommentiert Post-Chef Walter Oblin.
In der Division Brief & Werbepost ging der Umsatz im Vergleich zu 2024 um 6,8 Prozent zurück. Bei Paket & Logistik stiegen die Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr auf vergleichbarer Basis um 1,2 Prozent. Das Paketgeschäft in der Türkei bleibt durch die hohe Inflation und die Wechselkursentwicklung der türkischen Lira geprägt. Der Bereich Filiale & Bank zeigte einen Umsatzrückgang von 8,8 Prozent. Die Filialdienstleistungen seien durch die Beendigung der Telekom-Vertriebskooperation beeinflusst gewesen, hieß es dazu.

Oblin hofft auf Reform des Postmarktgesetzes
2025 sei im Zeichen des weiteren Ausbaus gestanden, immerhin sei die Zahl der Poststellen in den vergangenen zwei Jahren nahezu verdoppelt worden. Eine Milliarde Euro sei im Vorjahr in Österreich investiert worden. Gleichzeitig sei seit dem Jahr 2008 60 Prozent des Briefvolumens verschwunden. Dies weckt Begehrlichkeiten bei Oblin: "Der heimische Briefmarkt ist am Kipppunkt", meinte er. Eine Reform des Postmarktgesetzes daher dringend notwendig. Man sei hier in guten Gesprächen mit der Regierung, Oblin hofft auf eine Reform noch in diesem Jahr.

Im Paketgeschäft habe es im Vorjahr mit einem Wachstum von drei Prozent einen Anstieg auf hohem Niveau gegeben. Zu Weihnachten sei das Plus gar bei sechs Prozent gelegen. 321 Millionen Pakete wurden für Privatkunden im Vorjahr abgewickelt, dazu kamen 95 Mio. Packerl für Geschäftskunden. Damit hielt die Post einen Gesamt-Marktanteil von 56 Prozent. DPD kam auf 16, Amazon auf 13 und GLS auf 9 Prozent. Als namhafte Kunden konnten Ringana und Shopapotheke gewonnen werden. Wichtigster Auslandsmarkt blieb die Türkei.

Laufend neue Beschäftigte gesucht
Die Post sei auch 2025 ein sicherer und zuverlässiger Arbeitgeber für rund 20.000 Menschen in Österreich gewesen, es würden laufend Mitarbeiter in Filialen, Logistik und Zustellung gesucht. "Wir sind die einzigen mit einem fairen Tarifmodell", betonte Oblin und verwies darauf, dass der Mitbewerb auf Frächter setzen würden, die oft aus Ein-Personen-Unternehmen bestünden.

 

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL