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Stagnierender Obst- und Gemüsekonsum Panthermedia.net Zbigniew Jankowski
Panthermedia.net Zbigniew Jankowski

Redaktion 02.02.2016

Stagnierender Obst- und Gemüsekonsum

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr pro Privathaushalt 155 kg frisches Obst gekauft

Wien/Berlin. In Deutschland haben Ernährungstrends wie vegan oder vegetarisch Obst und Gemüse nicht zu neuer Beliebtheit verholfen. Im Gegenteil: Der Obst- und Gemüsekonsum stagniert. Im vergangenen Jahr wurden pro Privathaushalt 155 kg frisches Obst gekauft, das waren um 0,1 Prozent mehr als 2014. Der Konsum von frischem Gemüse sank im Jahresvergleich um 1,1 Prozent auf 69,9 kg. Damit liegt der Pro-Kopf-Verbrauch weiter deutlich unter dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Richtwert von mindestens 400 Gramm Obst und Gemüse am Tag (146 kg im Jahr).

In Österreich lag der Pro-Kopf-Verbrauch von Gemüse laut AMA-Marketing 2013/2014 bei 113,4 kg, jener von Obst im selben Zeitraum bei 78 kg. Während sich der Verbrauch von Gemüse also über die letzten 20 Jahre in Österreich leicht steigerte - 1994/95 lag der Pro-Kopf-Verbrauch bei 85,9kg - gab es beim Obst einen leichten Rückgang (1994/95: 84,5 kg).

Einen Zusammenhang zwischen stagnierendem Konsum und Preisschwankungen sieht die Branche zumindest in Deutschland nicht. "Die Verbraucher wissen heute vielmehr oft nicht, wie sie etwa Wirsing oder Weißkohl richtig zubereiten", sagte Margareta Büning-Fesel, Geschäftsführender Vorstand des Ernährungsratgebers aid-Infodienst. Großes Potenzial sieht die Branche in sogenannten Convenience-Angeboten, also bereits geschnittenem frischen Obst. (red)

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