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Tankstellenmitarbeiter werden zu Fairtrade-Botschaftern Lukas Dostal
Lukas Dostal

Redaktion 15.09.2016

Tankstellenmitarbeiter werden zu Fairtrade-Botschaftern

Seit 2012 ist der Kaffee an Österreichs OMV VIVA-Stationen bereits mit dem Fairtrade-Gütesiegel ausgezeichnet.

WIEN. OMV VIVA und Fairtrade Österreich vertiefen ihre Zusammenarbeit: Seit 2012 ist der Kaffee an Österreichs OMV VIVA-Stationen mit dem Fairtrade-Gütesiegel ausgezeichnet. Um das Wissen und Verständnis rund um den Fairtrade-Gedanken bei den OMV VIVA-Mitarbeitern zu vertiefen, wurden diese nun, von Mai bis August 2016, in Trainings an den OMV VIVA-Tankstellen zu Fairtrade-Botschafterinnen und -Botschaftern ausgebildet – und erfuhren von einem Fairtrade‐Experten alles zum Thema fairer Handel: von der Mission und den Werten der Organisation über die Entwicklung und Überprüfung der Standards bis hin zu den tatsächlichen Auswirkungen von fairem Handel auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Produzentinnen und Produzenten. Die Workshops werden mit einer Prüfung abgeschlossen, um das erlernte Wissen über den fairen Handel zu festigen.

Lokale Kooperation mit globalen Auswirkungen
„Als eines der größten österreichischen Unternehmen tragen wir eine große Verantwortung – sowohl im Inland als auch im Ausland“, erklärt Wilfried Gepp, Leiter des OMV-Tankstellengeschäfts in Österreich bei OMV. „Das bedeutet nicht nur, dass unser hauseigener VIVA Cafe den Fairtrade-Standards entspricht. Es bedeutet auch, dass wir unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch die Ausbildung nun eine Möglichkeit bieten, sich noch stärker mit den Werten und der Idee von Fairtrade zu beschäftigen und zu identifizieren.“ Pro Jahr werden an den über 1.400 OMV-Stationen in neun Ländern rund 34 Mio. Tassen Kaffee der Marke VIVA Cafe konsumiert. Die Kooperation zwischen OMV VIVA und Fairtrade hat also weitreichende Auswirkungen. „Die Kaffeebauernfamilien in den Ursprungsländern kämpfen mit enormen Herausforderungen; viele leben von weniger als zwei Dollar pro Tag, gleichzeitig steigen die Landwirtschafts- und Haushaltskosten. Es fehlt oft an technischer Unterstützung, zusätzlich begünstigt der Klimawandel leider die Ausbreitung vom Kaffeerost, einer Erkrankung der Kaffeepflanze, die zu Ernteausfällen von bis zu 50 Prozent führt. Gegenmaßnahmen sind sehr kostenintensiv; umso wichtiger ist daher die Umsetzung der Fairtrade-Standards“, ergänzt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich. „Bereits seit mehreren Jahren hat sich die OMV mit ihrem Kaffee Fairtrade verschrieben. Wir freuen uns, dass wir diese Zusammenarbeit nun sogar noch weiter vertiefen können.“ Kaffee mit dem Fairtrade-Gütesiegel stärkt die Kleinbauernfamilien in Entwicklungs- und Schwellenländern, damit sie ihre Lebensbedingungen aus eigener Kraft nachhaltig verbessern können, wird Fairtrade nicht müde zu betonen. Neben mehr finanzieller Stabilität für Produzenten und Produzentinnen dank Fairtrade-Mindestpreisen oder der Auszahlung einer Fairtrade-Prämie an die Kooperative fördert Fairtrade die Selbstbestimmung und Verantwortungsübernahme durch die Stärkung demokratischer Strukturen in den Produzentenorganisationen. (red)

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