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Wiener Social Start-up Hektar Nektar übertrifft das Jahresziel 2019 © Hektar Nektar

Mark Poreda, Co-Gründer und CTO Hektar Nektar, Martin Poreda, Co-Gründer und CEO Hektar Nektar.

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Mark Poreda, Co-Gründer und CTO Hektar Nektar, Martin Poreda, Co-Gründer und CEO Hektar Nektar.

Redaktion 29.01.2020

Wiener Social Start-up Hektar Nektar übertrifft das Jahresziel 2019

Zwölf Mio. mehr Bienen für Österreich und Deutschland; größter messbarer Effekt auf Vergrößerung der Bienenpopulation.

WIEN. Das Wiener Start-up Hektar Nektar schloss das Vorjahr erfolgreich ab und erfüllte die selbstgesteckten Zielvorgaben seines Bienenschutz-Projekts Projekt 2028. Mit der Bienenschutz Initiative Projekt 2028 konnte die Bienenpopulation in Österreich und Deutschland um rund 12 Mio. Bienen gesteigert werden, auf dem digitalen Bienenmarktplatz von Hektar Nektar stieg das Transaktionsvolumen um 600% im Vergleich zu 2018. Für 2020 hat sich das Unternehmen weitere Meilensteine vorgenommen.

75 neu gewonnene Kooperationspartner, 12 Mio. mehr Bienen –so liest sich das beeindruckende Ergebnis 2019 des Wiener Social Start-ups Hektar Nektar, das sich seit seiner Gründung dem Bienenschutz verschrieben hat – digital und messbar. Das junge Unternehmen behandelt das Thema holistisch und setzt bei Bienenschutz auf die Unterstützung von Imkern – als Multiplikatoren für mehr Bienen. Drei Viertel der akquirierten Mittel fließen direkt in die Imkerei.

Digitaler Marktplatz für Bienenhandel
Über den weltweit ersten digitalen Marktplatz für Bienen können Bienen ge- und verkauft werden. Damit koppelt Hektar Nektar Imker und die, die es werden wollen. Im Jahr 2019 wurden über den Marktplatz 2.000 Bienenvölker gehandelt. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 600% (!) im Vorjahresvergleich. Für 2020 peilt das Unternehmen ein Transaktionsvolumen von 6.000 gehandelten Bienenvölkern an.

Projekt 2028 verknüpft Imker, Unternehmen und Privatpersonen
Mit dem 2018 gestarteten Projekt 2028 verbindet Hektar Nektar Unternehmen und Imker und im jüngsten Schritt Privatpersonen. Innerhalb von zehn Jahren soll so die Anzahl der Honigbienen im deutschsprachigen Raum um zehn Prozent gesteigert werden. Unternehmen ermöglichen Imkern den Start in die Imkerei mit dem Sponsoring von einem Bienenvolk, Privatpersonen können über den Kauf von Honig beziehungsweise der Übernahme einer Bienenpatenschaft aktiv werden. “Die Mittel fließen so direkt an die Imker – die Schlüsselpersonen, wenn es um die Vermehrung von Honigbienen und damit um Bienenschutz geht”, erklärt Martin Poreda, Co-Gründer und CEO von Hektar Nektar, das Vorgehen. 2019 konnte Hektar Nektar 75 neue Unternehmen als aktive Unterstützer gewinnen. Damit konnten mehr als 230 Imker mit Bienenvölkern ausgestattet werden. Die Bienenpopulation stieg so in Österreich und Deutschland um rund 12 Mio. Tiere. Zu den beitragenden Unternehmen gehören KMU genauso wie große Konzerne - etwa Metro, Suzuki oder Raiffeisen. Die Ziele für das aktuelle Jahr sind hochgesteckt: “2020 wollen wir weitere 250 Unternehmen für Projekt 2028 und damit für den Bienenschutz gewinnen. Auf Seite der Privatpersonen peilen wir 4.000 neue Unterstützer an”, so Poreda.

Wildbienen Teil der Initiative
Dass Initiativen wie das Projekt 2028 dringend benötigt werden, zeigt die Problematik des Bienensterbens. In den vergangenen 50 Jahren hat sich die Anzahl der Bienenvölker in Mitteleuropa halbiert. Mit der gezielten Unterstützung von Imkern trägt Hektar Nektar dazu bei, dass die Bienenpopulation wieder anwächst und die Ernährungssicherheit gewährleistet bleibt. Für 2020 ist ein eigener Wildbienen-Fonds geplant, der gezielt in eigene und fremde Projekte zum Schutz von Wildbienen investiert.  (red)

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