„Wir wollen wieder  Zukunftsfreude wecken“
© dm/Julia Rotter
Harald Bauer (l.), Vorsitzender der dm-Geschäftsführung, und dm-Geschäftsführer Harald Köck luden zur Pressekonferenz in die Blumenfabrik in Wien-Neubau.
RETAIL Redaktion 13.03.2026

„Wir wollen wieder Zukunftsfreude wecken“

dm Österreich wird 50 – und widmet das runde Jubiläum dem bürgerschaftlichen Engagement.

••• Von Paul Hafner

Die Eröffnung der ersten dm-Filiale in Österreich – am Linzer Taubenmarkt – geht auf das Jahr 1976 zurück. „Kurz zuvor war die Preisbindung für Kernsortimente der Drogerie gefallen – ähnlich wie heute noch in Apotheken gab es bis dahin kaum Preiswettbewerb zwischen den Drogisten. Die Drogerien waren kleine Läden mit einer Bedientheke, an der die gewünschten Produkte ausgegeben wurden“, schildert Harald Bauer, Vorsitzender der dm-Geschäftsführung, bei einer Pressekonferenz in Wien-Neubau. Wie dm Österreich feiert auch der Sohn des dm-Mitgründers Günter Bauer heuer seinen 50. Geburtstag – und blickt auf die markante Geschichte des Drogeriehändlers zurück.

Selbst 2004 Teil des Unternehmens – zunächst als Gebietsmanager, ab 2008 als Chief Marketing Officer und seit 2025 als Vorsitzender der Geschäftsführung –, war Bauer bei vielen der Meilensteine, von denen er berichtet, bereits mit an Bord bzw. stark involviert: Von der Lancierung der meindm.at-Plattform 2014 über die Einführung des „Giving Fridays“ 2018 bis hin zum Start der Mein dm-App 2021 und den Umzug ins neue dm dialogicum 2022. Zwischendurch eroberte dm die Marktführerschaft – und hat sie seit rund einem Jahrzehnt inne.

Das Jubiläum soll für dm aber weniger Anlass sein, auf die Erfolge der Vergangenheit zurückzublicken – sondern vielmehr eine Erinnerung, die Werte und Grundhaltungen der „Wirtschaftsgemeinschaft dm“ auch in der Gegenwart hochzuhalten. „Die Gründer haben uns mitgegeben, dass Wirtschaft für den Menschen da ist, nicht der Mensch für die Wirtschaft. Dass wir ein Unternehmen schaffen wollen, das den Menschen in den Mittelpunkt stellt – als Kunden, als Mitarbeiter und als Partner“, holt Bauer aus – und schlägt damit die Brücke zur neuen CSR-Initiative „Lust an Zukunft“, die dm anlässlich des runden Geburtstags ins Leben ruft.

Vor den Vorhang geholt
Kern der Initiative „Lust an Zukunft“ ist eine digitale Mitmach-Plattform (www.dm-LustanZukunft.at), die das ganze Jahr über Menschen einladen will, darüber zu erzählen, „wo und warum sie sich engagieren und was sie dabei erleben“, wie Thomas Köck, Geschäftsführer dm, erläutert.

Um Lust am Mitgestalten zu wecken, habe man einen sehr unmittelbaren Weg gewählt: „Wir machen zukunftsoptimistische Menschen sichtbar, die über ihr Engagement erzählen und so anderen Lust machen, ebenfalls für sich ein Feld zu finden, in dem man sich gestaltend engagieren will“, erklärt Köck.

In der ersten Phase der Kampagne stehen dm-Mitarbeiter im Vordergrund, die ehrenamtlich Essen auf Rädern ausfahren, Müllsammelaktionen organisieren, Kindern beim Lernen helfen oder Besuchsdienste in Senioreneinrichtungen machen. „Diese Erlebnisse und Engagements tragen wir mit einem breiten Feuerwerk an Kommunikation in die Welt hinaus: Über Social Media, Kundennewsletter, Broschüren an der dm-Kassa, unser Kundenmagazin oder Kooperationen mit Radio- und TV-Sendern sowie Tageszeitungen machen wir die Menschen sichtbar. Gleichzeitig laden wir die Bevölkerung ein, über unsere Mitmach-Plattform Teil der Initiative zu werden“, so Köck.

Gemeinsam ist mehr drin
„Nach den seriellen Krisen der letzten Jahre haben viele Menschen das Gefühl, nur mehr passiver Beifahrer im eigenen Leben zu sein. Die vielen negativen Nachrichten verstellen den Blick darauf, dass wir in ganz vielen Bereichen unser Leben, unser Zusammenleben und einen großen Teil unserer Zukunftsgestaltung sehr wohl weiterhin selbst in der Hand haben. Genau darauf wollen wir die Aufmerksamkeit lenken: Wir wollen den Menschen das Gefühl von Selbstwirksamkeit zurückgeben und dadurch eine Stimmung der Zukunftsfreude wecken“, spezifiziert Bauer die Zielrichtung der Jubiläums-Initiative.

Man wolle „Lust machen, aktiv an der Gestaltung unser aller Zukunft mitzuwirken“ und zeigen: „Wenn du etwas zum Positiven verändern willst, dann bist du nicht allein – wir sind viele, und in Summe können wir unglaublich viel bewirken!“

Über 250.000 Euro an Prämien
Eine zweite Zielrichtung der Initiative geht in Richtung Organisationen und Vereinen, die bürgerschaftliches Engagement in besonders innovativer und wirksamer Weise fördern bzw. die für die Erfüllung ihrer Aufgaben auf Freiwilligenarbeit bauen. Köck: „So wollen wir den Menschen Lust an Zukunft und an Freiwilligenarbeit machen, indem wir dem Einzelnen Anlaufstellen aufzeigen und diese Initiativen bekannt machen“.

Aus allen teilnehmenden Initiativen wählt eine Jury Ende August 50 Konzepte, die mit jeweils 5.000 € prämiert werden; im nächsten Schritt suchen dm-Kunden aus einer Auswahl an Konzepten ihr Lieblingsprojekt auszuwählen, dessen Prämie dann noch einmal verdoppelt wird – so fließen in Summe über 250.000 € in Wohltätigkeits­projekte.

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