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zucker-raus-initiative von Spar zieht erfolgreiche Bilanz © Spar/evatrifft

Rund 1700 Tonnen Zucker hat Spar seit Beginn der Initiative Anfang 2017 in den Spar-Eigenmarken reduziert.

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Rund 1700 Tonnen Zucker hat Spar seit Beginn der Initiative Anfang 2017 in den Spar-Eigenmarken reduziert.

Redaktion 08.01.2021

zucker-raus-initiative von Spar zieht erfolgreiche Bilanz

Gramm für Gramm – zucker-raus-initiative geht auch 2021 weiter.

SALZBURG. Im April 2019 gründete Spar gemeinsam mit Lebensmittel- und Getränkeherstellern, der österreichischen Ärztekammer, Ärzten sowie medizinischen Verbänden die zucker-raus-initiative. Heute, gut 20 Monate später, zählt die Branchenvereinigung bereits 44 Partner und ist zu einem relevanten Stakeholder in der Diskussion um gesunde Ernährung geworden.

Über 11.400 Tonnen Zucker eingespart
„Der Zuckerkonsum der Österreicherinnen und Österreicher ist mit etwas mehr als 91 Gramm pro Tag nach wie vor zu hoch“, sieht der scheidende Spar-Vorstandsvorsitzende Gerhard Drexel weiterhin einen großen Handlungsbedarf. Denn, die von der WHO empfohlene Tagesdosis von 25 g bzw. maximal 50 g Zucker verfehlt die Österreichische Bevölkerung um ein Vielfaches. „Die Partner der zucker-raus-initiative arbeiten mit viel Engagement daran, den Zuckergehalt in Lebensmitteln und Getränken zu reduzieren. Im Zeitraum von Anfang 2017 bis Ende dieses Jahres konnten alle Partner eine Reduktionsmenge von exakt 11.454 Tonnen erzielen. Spar hat in diesem Zeitraum rund 1700 Tonnen Zucker eingespart“, ist Drexel von der Reduktionsbilanz der zucker-raus-initiative begeistert und ergänzt: „Es ist jedoch zu bedenken, dass viele neue Produkte bereits mit einem geringeren Zuckergehalt oder gar keinem Zucker auf den Markt kommen und daher zu keiner Einsparung führen.“

Experten warnen vor Konsequenzen des hohen Zuckerkonsums
Dass die Maßnahmen der Partner, insbesondere die konsequente Reduktion von Zucker, wesentlich sind, sehen auch Expertinnen und Experten so und begrüßen die Tätigkeit der zucker-raus-initiative. „Noch nie war Zucker so omnipräsent in unserer Gesellschaft. Selbst in Lebensmitteln, in denen man es nicht vermuten würde, versteckt sich oft eine große Menge Zucker. Um dies zu ändern, braucht es eine vorausschauende Gesundheitspolitik und eine konkrete Zusammenarbeit mit der Lebensmittelindustrie und dem Handel. Denn diese können durch eine schrittweise Reduktion des Zuckergehalts maßgeblich dazu beitragen, dass auch unsere Kinder eine echte Chance bekommen, sich langfristig an eine geringere Süße zu gewöhnen“, so Friedrich Hoppichler, Vorstand des vorsorgemedizinischen Vereins Sipcan, Internist und Ärztlicher Leiter der Barmherzigen Brüder in Salzburg. Auch Susanne Kaser, Präsidentin der Österreichischen Diabetes Gesellschaft, warnt vor den Folgen einer ungesunden Ernährung und einem zu hohen Zuckerkonsum: „Ein Diabetes-Tsunami rollt über Österreich, falsche Ernährung und Übergewicht können das Risiko, an Typ 2 Diabetes mellitus zu erkranken, erhöhen. Mediterrane Kost – und dies beinhaltet auch die Reduktion von einfachem Zucker – trägt genauso wie körperliche Bewegung und Nikotinkarenz zur Prävention bei. Jeder Schritt zählt am Weg zu einem gesünderen Lebensstil, die Zuckerreduktion ist ein wichtiges Puzzleteil dahin.“ 

Ärztekammer fordert Umdenken jedes Einzelnen bei zu hohem Zuckerkonsum und ungesunder Ernährung
41 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher zwischen 19 und 65 Jahren sind übergewichtig oder adipös. Das sind rund 2,3 Millionen Menschen. „Diese Zahlen sollten uns insofern beunruhigen, als überhöhtes Körpergewicht sowie ungesunde Ernährung hohe Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Krebs oder Atemwegserkrankungen sind“, gibt Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres zu bedenken und fügt an: „Gerade in einem Jahr wie heuer, das uns gezeigt hat, welch hohes Gut unsere Gesundheit ist, sollte jeder einzelne in Österreich umdenken und auf seine Gesundheit und speziell auf seine Ernährung achten. Wir, die österreichischen Ärztinnen und Ärzte, sind daher dankbar für jede Initiative, die zur Prävention beiträgt und die Menschen dazu bewegt, sich gesünder zu ernähren.“

Zuckerreduktion bei Spar weiterhin relevante Zielsetzung
Bereits Anfang 2017 hat Spar begonnen, den Zucker in den Spar-Eigenmarken zu reduzieren. Zudem wurden Zuckerlimits für einzelne Produktgruppen festgelegt, die streng eingehalten werden. „Spar setzt die Zuckerreduktion auch in den nächsten Jahren konsequent fort“, verspricht Spar-Vorstandsvorsitzender Gerhard Drexel und führt weiter aus: „Wir sind intensiv dabei, den Zuckergehalt in unseren Spar-Eigenmarken weiterhin Schritt für Schritt, Gramm für Gramm, zu reduzieren. Zusätzlich werden wir auch weiterhin über die Auswirkungen einer ungesunden, zuckerreichen Ernährung aufklären und Alternativen aufzeigen.“ (red)

Weitere Informationen: www.zucker-raus-initiative.at

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