WIEN. Künstliche Intelligenz und Automatisierung werden zahlreiche Berufsbilder verändern – der vielfach befürchtete flächendeckende Jobverlust dürfte aber ausbleiben. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Analyse der Karriereplattform LiveCareer, die untersucht hat, welche Tätigkeiten bis 2030 besonders zukunftssicher sind und welche Fähigkeiten auf dem Arbeitsmarkt an Bedeutung gewinnen.
Entscheidend ist demnach weniger die Frage, ob ein Beruf digital oder analog geprägt ist. Wichtiger ist, wie stark Tätigkeiten standardisiert und automatisiert werden können. Besonders unter Druck geraten repetitive Verwaltungs- und Routinetätigkeiten. In vielen Fällen verschwinden Berufe allerdings nicht vollständig, vielmehr verändern sich ihre Aufgabenprofile.
Gute Chancen haben Beschäftigte dagegen dort, wo soziale Kompetenz, Kreativität, komplexe Problemlösung und menschliche Verantwortung gefragt sind. LiveCareer verweist in diesem Zusammenhang auf eine Deloitte-Studie, wonach rund 65% der Arbeitszeit in zahlreichen Berufen derzeit nicht durch Technologie ersetzt werden können.
Nicht nur Tech-Berufe gefragt
Auch der „Future of Jobs Report 2025“ des World Economic Forum zeigt, dass Wachstum keineswegs auf hochqualifizierte Technologieberufe beschränkt bleibt. Neben Software- und App-Entwicklern zählen unter anderem Pflegekräfte, Lehrer, Sozialarbeiter, Projektmanager, Beschäftigte im Bau und Handwerk sowie Fachkräfte in Landwirtschaft, Produktion, Handel und Gastronomie zu den Berufsgruppen mit guten Wachstumsaussichten bis 2030.
Der gemeinsame Nenner vieler dieser Tätigkeiten: Sie erfordern entweder unmittelbaren menschlichen Kontakt, praktische Arbeit oder Entscheidungen in komplexen Situationen, die sich nur schwer standardisieren lassen.
Für Arbeitnehmer bedeutet das laut LiveCareer vor allem, die eigenen Fähigkeiten laufend weiterzuentwickeln. Neben digitalen Kompetenzen und Grundkenntnissen im Umgang mit Daten gewinnen dabei sogenannte Soft Skills weiter an Gewicht. Empathie, Kommunikationsfähigkeit, Teamarbeit, Kreativität und Flexibilität könnten sich zunehmend zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil entwickeln.
„KI ersetzt in erster Linie Routineaufgaben, nicht den Menschen selbst“, sagt Denise Hoferichter, Karriereexpertin bei LiveCareer. Nicht jeder müsse künftig programmieren können. Gerade Berufe in Pflege, Bildung oder Service blieben unverzichtbar. Entscheidend sei vielmehr, jene Kompetenzen auszubauen, die Maschinen nur schwer ersetzen können.
Weitere spannende Erkenntnisse und die Liste der Top 15 zukunftssichersten Jobs finden Sie hier: www.livecareer.de/bewerbung/berufe-mit-zukunft
Arthur Pichler übernimmt Bereichsleitung Einkauf bei Bipa
Mit 1. September übernimmt Arthur Pichler die Bereichsleitung Category Management bei Bipa Österreich. Er folgt auf Rebekka Schröcker, die innerhalb der Rewe Group zu Billa CEE wechselt.