Bei Raiffeisen ist allerhand los
© RBI/Gerry Mayer-Rohrmoser
RBI-CEO Johann Strobl sieht die Bank gut gestartet.
FINANCENET Redaktion 15.05.2026

Bei Raiffeisen ist allerhand los

RBI legt Quartalsergebnis vor. Raiffeisen Salzburg mit Bilanz 2025 – Wels und Gunskirchen vor großem Sprung.

WIEN. Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat im ersten Quartal 2026 in ihrem Kernkonzern (ohne Russland) ein Konzernergebnis in Höhe von 209 Mio. € erwirtschaftet. Der Zinsüberschuss stieg im Vergleich zum ersten Quartal 2025 um drei Prozent auf 1.076 Mio. €.  Der Provisionsüberschuss legte deutlich um elf Prozent auf  520 Mio. € zu.

Die Gründe für den Rückgang
Die wesentlichen Gründe für den Rückgang des Konzernergebnisses im Kernkonzern im Vergleich zur Vorjahresperiode (–19,6%) waren höhere Bankenabgaben sowie gestiegene Risikovorsorgen aufgrund der makroökonomischen Auswirkungen des Irankonflikts. „Die RBI ist sehr gut in das Geschäftsjahr 2026 gestartet. Die Ertragsentwicklung ist weiterhin sehr erfreulich“, sagte RBI-Vorstandsvorsitzender Johann Strobl. Die harte Kernkapitalquote der RBI ohne Russland betrug zum Ende des ersten Quartals 2026 14,9%. Bei der Berechnung dieser Kennzahl geht die RBI von einem Worst-Case-Szenario aus, in dem sie die Raiffeisenbank Russland entkonsolidieren muss und dabei deren gesamtes Eigenkapital verliert.
Die Qualität des Kreditportfolios ist mit einer NPE („Faule“ Kredite, Anm.) Ratio von 1,6% zum Ende des ersten Quartals 2026 nach wie vor ausge­zeichnet.

Ein Riese aus Oberösterreich
Die Raiffeisenbank Wels und die Raiffeisenbank Gunskirchen planen die Fusion zu einer gemeinsamen Bank. Vorbehaltlich der Zustimmung der jeweiligen Generalversammlungen entsteht so mit der Raiffeisenbank Wels eine der leistungsfähigsten Regionalbanken Oberösterreichs – und künftig die größte Raiffeisen-Primärbank Österreichs mit einer Bilanzsumme von rund 2,6 Mrd. €, 16 Bankstellen, mehr als 190 Mitarbeitern, über 53.000 Kunden sowie rund 11.500 Miteigentümern. Ein wichtiger Bestandteil der neuen, großen Bank bleibt das Umweltcenter, das die Raiffeisenbank Gunskirchen seit 2012 als die grüne Bank in Österreich etabliert hat.

Bilanz in Salzburg
Der Raiffeisenverband Salzburg eGen (RVS) blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück: Das Betriebsergebnis lag bei 115,4 Mio. € und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bei 96,4 Mio. € – ein sattes Plus von 19,8%. Die Bilanzsumme wuchs in besagtem Zeitraum um 4,7% auf beachtliche 11,27 Mrd. €. (rk)

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL