Boehringer Ingelheim wächst in Österreich
© Boehringer Ingelheim/APA-Fotoservice/Martin Hörmandinger
Generaldirektor Pavol Dobrocky (r.) und Mark Petronczki, Head of Oncology Research, präsentierten die Ergebnisse für Boehringer Ingelheim Regional Center Vienna.
HEALTH ECONOMY Redaktion 27.03.2026

Boehringer Ingelheim wächst in Österreich

Makroökonomische Einflüsse machen 2026 herausfordernd. „Dennoch sind wir gut aufgestellt“, sagt Manager Dobrocky.

•• Von Sabine Stehrer

WIEN. „Wir haben eine stabile Umsatzentwicklung hinter uns und erwarten uns auch für die Zukunft eine solche“, sagte der Generaldirektor von Boehringer Ingelheim RCV Pavol Dobrocky kürzlich beim Jahres-Pressegespräch des Pharmaunternehmens. Vom Standort in Wien aus, dem RCV, was für „Regional Center Vienna“ steht, werden neben Österreich 33 weitere Märkte in Mittel- und Osteuropa sowie in Zentralasien, Israel und der Schweiz verantwortet. Mit 5.377 Mitarbeitern erreichte man im Vorjahr, dass die Erlöse aus den Geschäftsbereichen „Humanpharma“ und „Tiergesundheit“ um insgesamt 8,6% auf 1,588 Mrd. € stiegen.

Humanpharma: +7,8 Prozent
Um 7,8% auf 1,346 Mrd. € wuchsen die Erlöse im Bereich Humanpharma. Der Anstieg ist vor allem auf die Erfolge mit einem Medikament zur Behandlung von Typ-2-Diabetes, chronischer Herzinsuffizienz und chronischer Nierenkrankheit zu­rückzuführen. Einen deutlichen Zuwachs gab es auch beim Verkauf eines Mittels, das bei Schlaganfällen gegeben wird, sowie einer Arznei gegen chronisch-fibrosierende Lungenerkrankungen.

Im Bereich Tiergesundheit stiegen die Erlöse um 13,2% auf 2,423 Mrd. €. Das lag laut Generaldirektor Dobrocky am guten Verkauf von Mitteln, die Rinder, Schweine und Kleintiere vor Seuchen, der Tollwut und der Vogelgrippe schützen. Gute Umsätze machte man aber auch mit Antiparasitika für Hunde und Katzen.  Die Innovationskraft des weltweit agierenden Unternehmens mit Hauptsitz im deutschen Ingelheim sei stark geblieben, sagte Dobrocky auch. Viele neue Medikamente würden sich in der Pipeline befinden, etwa gegen Adipositas und die nicht-alkoholische Fettleber.

Krebs: acht Wirkstoffe
Gleich acht neue Wirkstoffe für Medikamente gegen Lungenkrebs, Brustkrebs und Darmkrebs werden laut Mark Petronczki, Head of Oncology Research, demnächst klinisch erforscht. Dies unter anderem im neuen und von Boehringer Ingelheim mitfinanzierten Christian Doppler Labor an der Medizinischen Universität Graz.

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