WIEN. Die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) findet sich in einer finanziell prekären Situation: Im November 2025 veröffentliche die ÖGK ihre vierteljährliche Finanzprognose und rechnete mit einem Bilanzverlust von 546,6 Mio. € für 2025. Als Grund wurden das schwächere Wirtschaftswachstum, die Rezession, stagnierende Beschäftigtenzahlen, eine höhere Arbeitslosenquote und ein Anstieg bei der Inanspruchnahme ärztlicher Leistungen genannt. Hinzu komme die demografische Entwicklung.
Zudem habe man seit der Fusion Leistungen ausgebaut und Kosten aus dem stationären Bereich übernommen. Tatsächlich schrieb die ÖGK allerdings seit der Zusammenlegung durchgehend Verluste. Rechnet man alle Kassen zusammen und bewahrheitet sich die Prognose, werden zwischen 2021 un 2028 fast 4,5 Mrd. € in den Sand gesetzt.
Helfen will die Bundesregierung nun mit einem Reformfonds der pro Jahr mit 500 Mio. € dotiert ist und der vor allem einen Ausbau des niedergelassenen Sektors durch Primärversorgungseinheiten ermöglichen soll. (red)
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