Hilfe bei Diabetes
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Auch für Patienten und ihre Angehörigen hilfreich: die neuen Unterlagen der Österreichischen Diabetes Gesellschaft.
HEALTH ECONOMY Redaktion 30.04.2026

Hilfe bei Diabetes

Für die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes gibt es nun Schulungsunterlagen der ÖDG.

••• Von Sabine Stehrer

WIEN. „Diabetes? Alles klar!“: So heißen die neuen Schulungsunterlagen der Österreichischen Diabetes Gesellschaft (ÖDG), die vor allem für Fachpersonal in der Diabetesversorgung von Kindern und Jugendlichen gedacht sind. Sie können aber auch für Patienten und ihre Angehörigen hilfreich sein, heißt es seitens der ÖDG und kostenlos von der ÖDG-Website heruntergeladen werden.

Die Schulungsunterlagen bieten umfassende Informationen zu Typ-1-Diabetes, worunter hierzulande rund 3500 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre leiden. Typ-2-Diabetes ist bei Kindern und Jugendlichen in Österreich dagegen noch relativ selten. Doch die Zahl der Erkrankten wird nach Meinung von Experten mit der steigenden Zahl der von Übergewicht und Adipositas Betroffenen zunehmen, so wie das in den USA bereits geschehen ist.

Neben den Informationen zu den beiden Erkrankungen enthalten die Unterlagen auch konkrete Anleitungen für die Versorgung im Alltag, für das Verhalten in Notfällen und zu allem, was hinsichtlich Ernährung sowie Bewegung und Sport zu beachten ist. Ebenfalls ein Thema sind mögliche Begleiterkrankungen und der Umgang mit sozialen Aspekten der Erkrankung. Die Inhalte wurden von 50 Experten erstellt, darunter von spezialisierten Ärzten und Pflegefachkräften. Aber auch Diabetesberater, Diätologen, Psychologen und Sozialarbeiter aus pädiatrischen Diabeteszentren und Kliniken in ganz Österreich arbeiteten an dem Projekt der ÖDG mit. Sie orientierten sich dabei an Leitlinien, und, wo keine vorlagen, an österreichischer Best Practice. Diabetes? Alles klar! wird laufend aktualisiert. Alle Inhalten wurden und werden vor der Veröffentlichung einem mehrstufigen Review-Prozess unterzogen.

„Unschätzbarer Wert“
Das Projekt sei für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes von „unschätzbarem Wert und eine große Hilfe“, sagt der Präsident der ÖDG Harald Sourij. Dies vor allem, weil die pädiatrische Diabetologie sowohl in den Diabeteszentren als auch im extramuralen Bereich seit Jahren personell, finanziell und strukturell massiv unterversorgt sei.

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