TEL AVIV/WIEN. Israels Regierung will die Austragung des Eurovision Song Contests 2019 im eigenen Land sichern und lenkt deshalb im Streit um die für die Ausstrahlung zuständige Rundfunkanstalt Kan ein; das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte am Dienstag eine entsprechende Änderung eines Gesetzentwurfs an.
Die zunächst geplante Ausgliederung der Nachrichtenabteilung des Senders hätte zum Ausschluss der Anstalt aus der Europäischen Rundfunkunion (EBU) führen können. Ohne die Mitgliedschaft kann Israel aber nicht den Eurovision Song Contest (ESC) ausrichten. Eine Sprecherin von Kan wollte sich zunächst nicht dazu äußern. Die EBU hatte im Vorfeld lediglich darauf hingewiesen, dass Kan eine vorläufige Mitgliedschaft habe. Am Dienstag kommentierte sie die Entscheidung Israels zunächst nicht.
Die israelische Sängerin Netta hatte im Mai mit ihrem Song "Toy" den Eurovision Song Contest in Portugal gewonnen. Dadurch findet der Wettbewerb 2019 regulär in Israel statt; unklar ist allerdings noch, wo. Netanjahu hatte direkt nach Nettas Sieg verkündet, der ESC werde in Jerusalem ausgetragen. Doch die EBU teilte kürzlich mit, dass der Austragungsort erst nach einem Bieterwettbewerb bis September feststehen werde. Nach Medienberichten könnten sich neben Jerusalem noch die Küstenstädte Haifa, Tel Aviv und Eilat bewerben. (APA/dpa)
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