Agenturmodell 2026
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PR-Agenturen werden ein breiteres Portfolio abdecken und dabei technologische Entwicklungen berücksichtigen müssen.
MARKETING & MEDIA Redaktion 16.01.2026

Agenturmodell 2026

Daten, KI-Sichtbarkeit und radikale Transparenz werden künftig für PR-Agenturen zur neuen Währung werden.

••• Von Sascha Harold

WIEN. Die Anforderungen an die Kommunikationsbranche wandeln sich radikal. Die Zeiten, in denen PR-Erfolg allein an Clippings und Reichweiten gemessen wurde, neigen sich dem Ende zu. Christian Spitaler, Leiter der PR-Unit Wien bei Reichl und Partner formuliert das so: „Kunden verlangen bereits heute von PR-Agenturen deutlich mehr als ‚nur‘ Medienarbeit.“ In einem Marktumfeld, das von technologischer Disruption und einer fragmentierten Medienlandschaft geprägt ist, rückt die messbare Wirkung ins Zentrum des Interesses.

Engine Optimization
Ein fundamentaler Wandel vollzieht sich derzeit im digitalen Raum durch den Einfluss von Künstlicher Intelligenz. Hier etabliert sich mit der Generative Engine Optimization (GEO) eine völlig neue Währung der Sichtbarkeit. „Traditionelles Google Ranking basiert auf Keywords und Backlinks. KI-Modelle greifen auf verifizierte und seriöse redaktionelle Quellen zurück. Das heißt: eine starke Präsenz in Fach- und Leitmedien wird zu einem Signal für die KI-Sichtbarkeit“, so Spitaler.
Damit im Zusammenhang steht das Gebot der Transparenz. Kunden wollen Offenheit darüber, wie gearbeitet werde, was machbar sei und was nicht, so Spitaler. Auch Messbarkeit und regionale Relevanz werden im kommenden Jahr zu Erfolgsfaktoren. Spitaler dazu: „Kunden fordern klare Belege dafür, dass PR wirkt – messbare Ergebnisse und nicht nur Reichweite. Smart definierte Ziele, regelmäßige Reportings und laufende Optimierung auf Basis von Daten werden noch stärker Standard.“

Größeres Portfolio
Gleichzeitig fungiert Regionalität als Gegenpol zur globalen Vernetzung – zielgerichtete, regional verankerte Inhalte gewinnen an Bedeutung. Angesichts dieser Veränderungen werden an PR-Agenturen neue Anforderungen gestellt: „Kunden verlangen verstärkt Beratung bei Themen wie Krisenkommunikation, Nachhaltigkeit, Diversität, Social Media oder Content Creation. Im Fokus wird verstärkt ein integrierter Ansatz stehen, der Paid-, Earned-, Shared- und ­Owned Media verbindet“, fasst Spitaler abschließend zusammen.

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