LONDON. Die britische Rundfunkanstalt BBC will Hunderte Stellen in ihrer Nachrichtenredaktion streichen. Dies sei der erste Schritt eines umfassenden Personalabbaus, berichtete die „Financial Times“ unter Berufung auf Insider. Die Abteilungen der BBC wurden angewiesen, ihre Kosten um etwa ein Zehntel zu senken. Insgesamt dürften rund 2.000 Arbeitsplätze wegfallen, wodurch Hunderte Millionen Pfund eingespart werden sollen.
Die Nachrichtenredaktion beschäftigt etwa ein Viertel der mehr als 20.000 BBC-Beschäftigten. Sie versorgt die verschiedenen Sender, Apps, die Website sowie die regionalen Programme mit Nachrichten. Da die Ausgaben in diesem Bereich größtenteils aus Personalkosten bestehen, fällt der Stellenabbau dort überproportional hoch aus.
Auswirkungen auf Programmvielfalt
Die Nachrichtenabteilung werde die Kürzungspläne voraussichtlich als erste vorstellen. Insider warnten, dass die Einschnitte sich auf bestimmte Radiosendungen auswirken und für das Publikum spürbar sein dürften. Hintergrund der Sparmaßnahmen sind die in den kommenden Monaten anstehenden Verhandlungen mit der britischen Regierung über die künftige Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt. Die BBC lehnte eine Stellungnahme ab. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht überprüfen. (APA/Reuters)