LONDON. Die britische Regierung plant ein generelles Social-Media-Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Premierminister Keir Starmer kündigte die Maßnahme bei einer Pressekonferenz an. Soziale Medien hätten trotz Vorteilen erhebliche Risiken für junge Menschen. „Soziale Medien machen Kinder unglücklich“, so der Premierminister. Das Vereinigte Königreich folgt damit Australien, das im Dezember 2025 als erstes Land ein entsprechendes Verbot einführte.
Kritiker weisen auf Schwachstellen hin. In Australien nutzen viele Jugendliche die Plattformen trotz Verbots weiter, etwa durch VPN-Dienste oder gefälschte Geburtsdaten. Starmer kündigte zudem Maßnahmen für Gaming- und Live-Streaming-Plattformen an. Fremde Erwachsene sollen dort keine Chatfunktion nutzen können, um Kontakt zu Kindern aufzunehmen.
Mehrere europäische Länder – Frankreich, Spanien, Griechenland, Norwegen und Österreich – haben bereits angekündigt, ein ähnliches Verbot zu prüfen. Österreich plant ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige. Die Europäische Union steht unter Druck, da nur die EU-Kommission die großen Plattform-Betreiber regulieren darf. (APA/dpa).
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