Berichte sind das Erzählmedium der Wirtschaft: Investor:innen, Banken, Mitarbeiter:innen, Kund:innen und die Öffentlichkeit treffen ihre Entscheidungen auf Basis dessen, was Unternehmen über sich selbst erzählen. Das gilt längst nicht mehr nur für Finanzzahlen, sondern zunehmend auch für die Nachhaltigkeitsberichterstattung: Klimarisiken, soziale Verantwortung, Unternehmensführung und Lieferketten sind zu entscheidenden Faktoren geworden, nicht zuletzt weil europäische Vorgaben neue Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung stellen.
Gerade bei Daten, die sich nicht so leicht nachrechnen lassen wie ein Kontostand, wächst auch die Versuchung zur ungenauen Schätzung. Ein durch Wirtschaftsprüfer:innen geprüfter Bericht macht dies sichtbar: Er stärkt Vertrauen, reduziert Unsicherheit und erhöht die Vergleichbarkeit von Informationen – und ist damit nicht bloß ein Kontrollmechanismus, sondern ein wesentlicher Beitrag zur Funktionsfähigkeit von Märkten.
Stoßen Wirtschaftsprüfer:innen auf wesentliche Fehler oder Unsicherheiten zum Fortbestand des Unternehmens, erörtern sie diese mit den zuständigen Organen und Auftraggeber:innen. Soweit erforderlich, wirken sich solche Sachverhalte auch auf den Bestätigungsvermerk aus, jenes offizielle Prüfungsurteil, das dem Jahresabschluss beigefügt wird.
Bei internationalen Konzernen, deren Berichte sich aus den Beiträgen einzelner Landesgesellschaften zusammensetzen, sorgt die Konzernabschlussprüfung zudem dafür, dass überall die gleichen Maßstäbe für die Erzählungen gelten.
Verlässliche Berichterstattung stärkt nicht nur das einzelne Unternehmen, sondern das Vertrauen in wirtschaftliche Prozesse insgesamt. Wirtschaftsprüfer:innen prüfen daher nicht nur Berichte – sie stärken Vertrauen. Und in einer komplexen Wirtschaft ist genau das viel wert: dass aus Geschichten keine Märchen werden.
Fakt: Zahlen sind nicht gleich Zahlen
Die Bewegtbildnutzung ist mit knapp sechs Stunden pro Tag in Österreich auf einem international hohen Niveau. Über 71 Prozent der genutzten Inhalte entfallen laut aktueller Bewegtbildstudie