WIEN. Der Dialog Marketing Verband Österreich (DMVÖ) und der Customer-Experience-Spezialist Premedia haben vor Kurzem rund 30 Entscheider aus dem Handel zum Abend „KI kauft. Bist du bereit?“ in die Wiener Innenstadt geladen. Vertreten waren Marketing-, Digital- und eCommerce-Verantwortliche sowie Geschäftsführer. Begrüßt wurde die Runde von Ulrike Kittinger, Vorstandsmitglied des DMVÖ, und Präsidentin Alexandra Vetrovsky-Brychta.
Martin Sprengseis-Kogler, Managing Partner bei bluesource und Co-Founder von P19 Payment Pioneers, ordnete die Lage des heimischen Handels ein. Die Infrastruktur für agentenbasiertes Einkaufen hätten Visa, Mastercard, Google, Stripe und Amazon bereits gebaut, der Handel müsse nur den Anschluss legen. Laut Sprengseis-Kogler fließen 47 Prozent der Online-Ausgaben ins Ausland; einer Analyse von Strategy& und PwC zufolge könnten bis 2030 bis zu 15 Prozent des europäischen Onlinehandels über KI-Agenten laufen.
Audits und strukturierte Prozesse
Markus Zimmer, Gründer und Geschäftsführer von BuzzValue und Aion Research, riet zu regelmäßigen KI-Audits und laufendem Monitoring: Wer nicht wisse, was Sprachmodelle über das eigene Unternehmen erzählen, überlasse Marktanteile der Konkurrenz. Lisa Reith, Director Market Retail bei Premedia, und Manuel Holzer, Product Owner, plädierten für einen skalierbaren Ansatz entlang der Content Supply Chain statt für Einzeltools.
„Wenn künftig ein Agent die Kaufentscheidung trifft, nützt die schönste Kampagne nichts, wenn das Sortiment darin gar nicht vorkommt“, fasste Kittinger den Abend zusammen. (red)