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"Faktencheck21" – APA und dpa starten Trainingsprogramm für Medien © APA

APA-Verification Officer Florian Schmidt.

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Redaktion 30.11.2021

"Faktencheck21" – APA und dpa starten Trainingsprogramm für Medien

Das Projekt bietet Workshops zu digitaler Recherche, Verifikation und Faktencheck – Aufbau von Faktenchecker-Netzwerk in Österreich.

WIEN. Die APA - Austria Presse Agentur bietet Journalistinnen und Journalisten der österreichischen Medienbranche ab Dezember 2021 kostenlose Schulungen zu digitaler Recherche, Verifikation und Faktencheck an. In Kooperation mit der Deutschen Presse Agentur (dpa) wird das in Deutschland erfolgreiche Schulungsprojekt "Faktencheck21" auf Österreich ausgeweitet. Die Faktencheckteams der beiden Nachrichtenagenturen geben dabei einen Einblick in ihre Tools und Recherchearbeit.

"Fake News und Desinformation sind oft schwer zu erkennen und verbreiten sich gleichzeitig rasant. Im journalistischen Alltag fordern sie verstärkte Aufmerksamkeit. Sie zu finden, zu prüfen und aufzudecken, benötigt ein feines Sensorium und den kontinuierlichen Aufbau neuer Skills", sagt APA-Chefredakteur Johannes Bruckenberger. Mit dem Projekt "Faktencheck21" gebe die APA ihre Expertise an den österreichischen Medienmarkt weiter und biete Journalistinnen und Journalisten kostenlose Trainings an. "Wir wollen damit ein Faktenchecker-Netzwerk in Österreich etablieren", so Bruckenberger.

Das Projekt wird durch die Google News-Initiative unterstützt und soll Medienhäusern die Möglichkeit geben, ihr Faktencheck-Know-how auszubauen oder eigene Faktencheck-Teams zu etablieren. Angeboten werden zweitägige Schulungen mit limitierter Teilnehmerzahl.

In digitalen Workshops berichten die Faktencheck-Teams von APA und dpa über ihre aktuellen Arbeitstechniken sowie Tipps und Tricks, die eine schnelle und erfolgreiche Verifizierung von Informationen ermöglichen. Teilnehmer erhalten zudem exklusiven Zugang zu einer digitalen Lernplattform, auf der das Erlernte mit Videos und interaktiven Übungen wiederholt und gefestigt werden kann. Darüber hinaus werden die Journalistinnen und Journalisten eingeladen, sich über eine eigene Plattform zu Suchtechniken und Verifizierungsaufgaben im Arbeitsalltag auszutauschen.

2021 brachte die Deutsche Presse Agentur im Rahmen des Projekts "Faktencheck21" den Redaktionen in ganz Deutschland exklusive Arbeitstechniken näher, die Redaktionen jeder Größe neben der journalistischen Routinearbeit tiefgehende Faktenchecks ermöglichen. Durch eine Ausweitung des Projekts und eine intensive Zusammenarbeit der beiden Nachrichtenagenturen können solche Schulungen nun auch in Österreich angeboten werden.

"Dem Thema Falschinformation begegnet man am besten in Teamarbeit, ständiger Austausch über aktuelle Entwicklungen ist essenziell. Mit 'Faktencheck21 Österreich' wollen wir die Kompetenz im Kampf gegen Desinformation ausbauen und stärken – unser Ziel ist dabei auch die langfristige Vernetzung von Redaktionen", so Florian Schmidt, Verification Officer der APA.

Die Faktencheck-Teams von APA und dpa zählen zu nur drei Faktencheck-Units, die im deutschsprachigen Raum vom International Fact-Checking Network (IFCN) lizenziert wurden. (red)

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