Gatterer-Preis erneut ausgeschrieben
© ORF / Langbein & Skalnik
Der aus Südtirol stammende Claus Gatterer wurde mit dem ORF-Magazin teleobjektiv einem breiteren Publikum bekannt. 
MARKETING & MEDIA Redaktion 16.02.2026

Gatterer-Preis erneut ausgeschrieben

Auszeichnung für engagierten Journalismus geht in die nächste Runde. Einreichungen sind bis 31. März 2026 möglich.

WIEN. Der Presseclub Concordia und die Michael Gaismair Gesellschaft Bozen schreiben erneut die Gatterer-Auszeichnung für hervorragenden Journalismus aus. Seit fünf Jahren erinnert der Preis an den Journalisten Claus Gattererund dessen Arbeitsethos.

Erinnerung an teleobjektiv
Österreichweite Bekanntheit erlangte Gatterer ab 1974 als Leiter des ORF-Magazins teleobjektiv. Die Sendung widmete sich laut Eigendarstellung häufig gesellschaftlichen Randthemen und sozialen Missständen. Gatterer habe sich mit „den Mitbürgern in den Schattentälern unserer Sonnenlandschaft, mit den Schwachen, mit den Zukurzgekommenen, mit den vielfältigen Minderheiten“ beschäftigt, wie er es selbst formulierte, als die Sendereihe 1984 aufgrund politischen Drucks eingestellt wurde.

Bedeutung der Auszeichnung
Kurt Langbein, Jury-Sprecher der Gatterer-Auszeichnung, erklärte im Rahmen der Erstankündigung im Februar 2021 im profil: „Wir brauchen wieder einen Journalismus, der die öffentliche Kommunikation mit den Stimmen der Menschen an den Rändern der Gesellschaft belebt. Der sich nicht im Befragen von Politikern erschöpft, sondern die Interessen aufspürt, denen die Politik folgt – und den Folgen ihres Tuns. Wir brauchen wieder mehr Publizist:innen, die entsprechend den Grundsätzen Gatterers handeln. Kolleginnen und Kollegen, die nach solchen Grundsätzen arbeiten, sollen mit dem neuen, an Claus Gatterer erinnernden Preis ermutigt und gestärkt werden.“

Laut Aussendung solle die Auszeichnung journalistische Arbeiten würdigen, die dem Geist aufgeklärter Toleranz, dem Wissen um die Vergangenheit, der besonderen Sorge um soziale und ethnische Minderheiten sowie dem Zusammenleben in einer offenen sozialen Gesellschaft verpflichtet sind. Gesucht werden Beiträge, die sich im Sinne Gatterers durch kritisches Fragen, soziales Engagement und hohes stilistisches Niveau auszeichnen.

Einreichungen sind bis 31. März 2026 möglich. (red)

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