Jeder Vierte nutzt Smartphone zu intensiv
© APA/Max Slovencik
Besonders junge Menschen empfinden die eigene Smartphone-Nutzung als zu hoch, so die aktuelle Deloitte-Studie.
MARKETING & MEDIA Redaktion 20.08.2026

Jeder Vierte nutzt Smartphone zu intensiv

Vor allem junge Menschen wollen ihren Konsum reduzieren.

WIEN. Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher verbringen mindestens zwei Stunden pro Tag am Smartphone, 15 Prozent sogar mehr als fünf Stunden. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von Deloitte unter 500 Personen. Mehr als die Hälfte der Befragten möchte den eigenen Konsum zurückschrauben und hat dazu bereits erste Maßnahmen gesetzt.

„Die ständige Erreichbarkeit und der Druck, auf dem Laufenden zu bleiben, führen dazu, dass immer mehr Menschen gezielt digitale Auszeiten schaffen wollen. Bereits jede zweite Person zwischen 14 und 29 Jahren empfindet die eigene Smartphone-Nutzung als zu hoch“, erklärt Christoph Waldeck, Partner bei Deloitte Österreich.

Smartphone auch als Zugang zu KI-Anwendungen
Das Smartphone dient laut Studie vor allem der Kommunikation: Zwei Drittel nutzen täglich Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram, daneben wird es für Telefonate und Online-Recherche eingesetzt. Auch KI-Apps wie ChatGPT, Claude oder Gemini etablieren sich im Alltag, bereits jeder Dritte nutzt sie mindestens einmal wöchentlich. Viel Zeit verbringen die Befragten in sozialen Netzwerken; mehr als die Hälfte fühlt sich dadurch besser informiert.

Soziale Netzwerke begleiten viele durch den Tag, etwa zu Hause oder zur Überbrückung von Wartezeiten. Jeder Vierte scrollt noch vor dem Schlafengehen durch den Feed, jeweils ein Viertel berichtet von negativen Auswirkungen auf Schlaf oder Zeitmanagement. Zwei Drittel wünschen sich mehr Verantwortung der Plattformbetreiber. „Die sozialen Medien müssen Information und Austausch ermöglichen, problematische Inhalte aber konsequenter eindämmen“, so Waldeck. (red)

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