Markenkooperationen als Wachstumshebel
© Ingo Folie/Marketing Club Österreich
Bernhard Gily, Regina Loster, Nils Pickenpack, Kathrin Brandtner, Andreas Ladich, Claudia Wieland, Niko Pabst, Lisa-Maria Moosbrugger und Martin Eicher
MARKETING & MEDIA Redaktion 16.04.2026

Markenkooperationen als Wachstumshebel

MCÖ-Clubabend zeigt steigende Bedeutung strategischer Partnerschaften im Marketing.

WIEN. Markenkooperationen gewinnen für Unternehmen zunehmend an strategischer Bedeutung. Beim Clubabend des Marketing Club Österreich (MCÖ) im Steigenberger Hotel Herrenhof diskutierten rund 130 Teilnehmer aktuelle Entwicklungen, Potenziale und Herausforderungen von Partnerschaften im Marketing.

Im Zentrum stand die Frage, welchen konkreten Mehrwert Kooperationen leisten können und unter welchen Voraussetzungen sie Wirkung entfalten. Laut Nils Pickenpack, Gründer von connecting brands, entwickeln sich Kooperationen zunehmend vom kurzfristigen Marketinginstrument zu einem strategischen Wachstumshebel. Studien zeigten, dass mehr als 80 Prozent der Unternehmen von einer steigenden Relevanz ausgehen. Doch „nicht jede erfolgreiche Kooperation ist automatisch auch eine sinnvolle“, betont Pickenpack. Entscheidend seien strategischer Fit, echter Kunden-Nutzen und eine langfristige Perspektive.

„Kooperationen sind kein Selbstzweck“
In der anschließenden Podiumsdiskussion mit den Expertinnen und Experten Kathrin Brandtner (Marketingleiterin und Mitglied der Geschäftsführung bei Wiesbauer), Claudia Wieland (Leitung der Abteilung Brand Management und B2C-Marketing bei WienTourismus), Lisa-Maria Moosbrugger (Marketing Director Österreich bei Coca-Cola Company) und Martin Eicher (Prokurist und Leiter Marketing und Innovation bei Ottakringer Brauerei), unter der Moderation von Bernhard Gily (Verlagsleiter bei medianet), wurden diese Erfolgsfaktoren aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet.

„Markenkooperationen sind ein strategischer Hebel: Durch die Bündelung von Stärken, Reichweiten und Ressourcen schaffen wir eine effiziente Kommunikation, steigern die Markenwahrnehmung und erschließen gemeinsam neues Wachstumspotenzial“, so Kathrin Brandtner. Lisa-Maria Moosbrugger ergänzte: „Markenkooperationen sind dann erfolgreich, wenn sie authentisch zur Marke passen, kulturell relevant sind und einen klaren Mehrwert für Konsumentinnen und Konsumenten bieten. Entscheidend ist für uns eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe, die gemeinsame Werte widerspiegelt, um für alle Partner das gesamte Potenzial auszuschöpfen.“ Und Claudia Wieland betonte: „Gerade im Destinationsmarketing ist die enge Zusammenarbeit mit Partnern und Stakeholdern entscheidend. Glaubwürdigkeit entsteht, wenn viele Partner gemeinsam eine starke, konsistente Geschichte erzählen“.“

Auch kritische Fragen wurden diskutiert: Wo endet Kooperation und wo beginnt Sponsoring? Wie misst man Erfolg? Und wann wird eine Kooperation zum Selbstzweck? „Kooperationen liegen im Trend, doch sie sind kein Selbstzweck. Sie müssen sich auch im Leistungsvergleich mit anderen Marketing-Instrumenten behaupten“, gab Nils Pickenpack zu bedenken.

Neues Format: Markenspeeddating
Der Clubabend zeigte, dass Partnerschaften zunehmend ein fester Bestandteil moderner Markenführung sind. Neben inhaltlichen Impulsen stand auch der persönliche Austausch im Fokus, unter anderem durch ein vorgelagertes Markenspeeddating zur Anbahnung neuer Kooperationen. „Ein Format, das den hohen Praxisbezug und Netzwerkgedanken des Marketing Club Österreich einmal mehr unterstreicht“, sagte Niko Pabst, Vizepräsident des Marketing Club Österreich, der den Abend inhaltlich gestaltete.

Und Regina Loster, Geschäftsführerin des Marketing Club Österreich, betonte abschließend: „Unser Clubabend hat gezeigt, welch hohen Stellenwert Kooperationen im Marketing der Zukunft einnehmen.“ (red)

 

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