WIEN. Die Preisträger des 16. Österreichischen Filmpreises stehen fest. Bei der Gala in den hq7 studios wurden Auszeichnungen in insgesamt 18 Kategorien vergeben. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Eine Bühne für den Film“ und wurde von Julia Edtmeier und Alexander Pschill künstlerisch gestaltet.
Die Mitglieder der Akademie des Österreichischen Films zeichneten unter anderem Perla mit acht Preisen aus. Vier minus drei erhielt fünf Auszeichnungen, How to be normal and the oddness of the other world zwei. Weitere Preise gingen an Noch lange keine Lipizzaner, Night of passage und Welcome home baby.
Der Preis in der Kategorie Publikumsstärkster Kinofilm ging an Aufputzt is’, der laut Aussendung 448.429 Kinobesucher erreichte.
Branche fordert Investitionen in Filmschaffen
Die Präsidentschaft der Akademie des Österreichischen Films, Verena Altenberger und Arash T. Riahi, begrüßte die Gäste und verwies auf den Einreichrekord beim Österreichischen Filmpreis sowie internationale Festivalerfolge heimischer Produktionen.
Gleichzeitig wiesen Altenberger und Riahi auf die wirtschaftliche Situation der Branche hin und betonten die Bedeutung von Streamingabgabe und Investitionsverpflichtung für heimisches Filmschaffen.
„Die Herausforderungen sind real“, so die Präsidentschaft. „Aber die Chancen sind es auch. Denn Filmemachen wird vielleicht nicht einfacher. Aber es wird immer wichtiger. Unsere Filme können Heimat schaffen – für jene, die sie machen, für jene, die sie sehen und für jene, die sich in ihnen wiederfinden.“
Gala mit Stummfilm-Elementen
Julia Edtmeier und Alexander Pschill gestalteten gemeinsam mit Elena Hückel, Lisa Weidenmüller und Rafael Schuchter eine Gala mit Elementen aus der Stummfilmzeit. Livemusik, Kurzfilme und weitere künstlerische Beiträge begleiteten die Preisverleihung.
Die Akademie gedachte zudem verstorbener Mitglieder mit einer Schweigeminute. Gewürdigt wurden Peter Meiselmann, Jeanette Voltmann-Pochlatko-Rosenmaier, Luna Jordan und Valie Export.
Die Preisskulptur erhält künftig den Namen Valie. Damit erinnert die Akademie an Valie Export als Künstlerin und Vorreiterin.
Ausblick auf weitere Berichterstattung
Akademie-Geschäftsführerin Katharina Albrecht sagte im Anschluss an die Gala: „Die heutige Inszenierung ist in enger Zusammenarbeit zwischen der künstlerischen Leitung und dem Vorstand der Akademie des Österreichischen Films entstanden. Im Mittelpunkt stand immer die große Wertschätzung für das filmische Schaffen dieses Landes. Der Österreichische Filmpreis 2026 hat ein weiteres Mal die große Vielfalt gezeigt, die unser Kino bietet – von international preisgekrönten Filmen bis hin zu heimischen Publikumshits.“
Die Verleihung des Österreichischen Filmpreises ist auf ORF ON und Joyn nachzusehen. Ab 23. Juni ist auf Joyn eine Sondersendung zum Österreichischen Filmpreis verfügbar. (red)