•• Von Sascha Harold
WIEN. Der österreichische Radiomarkt präsentiert sich im Erhebungszeitraum von Juli 2025 bis Juni 2026 von seiner stärksten Seite. Mehr als 6,1 Mio. Österreicherinnen und Österreicher ab zehn Jahren nutzen täglich das Radioangebot, wobei die durchschnittliche Hördauer in der Gesamtbevölkerung auf beachtliche 199 Minuten pro Tag geklettert ist. In der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen verbringen die Hörer täglich sogar 201 Minuten mit dem Medium Audio.
ORF untermauert Stellung
Der ORF untermauert in diesem Umfeld eindrucksvoll seine Position als führender Programmanbieter des Landes. Fast sechs von zehn gehörten Radiominuten entfallen auf die Flotten des öffentlich-rechtlichen Senders, was einem Marktanteil von 58% entspricht. Mit einer täglichen Reichweite von 54,4% schalten rund 4,5 Mio. Menschen die nationalen und regionalen ORF-Programme ein. Damit verzeichnen die ORF-Radios täglich mehr Hörer als das gesamte Spektrum der privaten Mitbewerber zusammen. Auch bei den 14- bis 49-Jährigen sichert sich der ORF eine Tagesreichweite von 44,6%.
Zugpferd im Portfolio bleibt Hitradio Ö3. Mit einer Tagesreichweite von 29,7% und täglich über 2,4 Mio. Hörern verteidigt der Sender den Spitzenplatz als reichweitenstärkstes Einzelprogramm Österreichs. Ergänzt wird dieser Erfolg durch das Informations- und Kulturradio Ö1, das Jugendradio FM4 sowie die regionalen ORF-Sender. Für ORF-Generaldirektorin Ingrid Thurnher belegt die hohe Nutzungsdauer die Qualität der angebotenen Inhalte. „Im kompetitiven österreichischen Markt sind die ORF-Radios führend – sie zeigen, wie mit innovativen Angeboten, gut recherchierten Beiträgen und einem Gespür für den Publikumsgeschmack erfolgreich Radiogeschichte geschrieben wird“, so die Generaldirektorin.
Im Vergleich mit der vorangegangenen Erhebung des Radiotests wird die Beständigkeit der ORF-Angebote sichtbar. Während sich der Medienkonsum durch digitale Angebote zunehmend fragmentiert, zeigt das klassische Linearradio eine erstaunliche Resilienz. „Radio wird gehört. Die tägliche Hördauer ist sowohl in der Altersgruppe ab zehn Jahren wie zwischen 14 und 49 Jahren gestiegen. Das lebendige Medium Radio stellt damit einmal mehr unter Beweis, dass es seinen Hörerinnen und Hörern ansprechendes Programm bietet“, erläutert Thurnher.
Resilientes Radio
Die ORF-Sender profitieren dabei maßgeblich von ihrem hohen Vertrauensbonus in der Bevölkerung sowie der Verankerung im Alltag der Menschen – sei es beim morgendlichen Aufstehen, im Auto oder am Arbeitsplatz. Gleichzeitig entwickelt sich der Wettbewerb um die Gunst der Werbewirtschaft dynamisch weiter. Während die privaten Mitbewerber vor allem bei den jüngeren Hörern punkten und ihren Marktanteil im Gesamtfeld ausbauen konnten, hält der ORF mit seinem breit gefächerten Angebot dagegen.