Print hält mehr oder  weniger, Digital wächst
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MARKETING & MEDIA Redaktion 17.04.2026

Print hält mehr oder weniger, Digital wächst

Die Media-Analyse 2025 zeigt: Reichweiten bleiben stabil. Allerdings zählt die Marke insgesamt mehr denn je.

Am 9. April war es wieder so weit: Die Arbeitsgemeinschaft Media-Analysen präsentierte die aktuellen Daten zur Mediennutzung in Österreich. Die zentrale Erkenntnis der Media-Analyse 2025: Print bleibt ein stabiler Reichweitenträger, während die kanalübergreifende Nutzung gleichzeitig weiter an Bedeutung gewinnt. Gerade in einem Markt, der weiterhin stark von Digitalisierung, veränderten Nutzungsgewohnheiten und wachsendem Wettbewerbsdruck geprägt ist, unterstreicht die MA einmal mehr ihre Rolle als zentrale Währung für die Werbewirtschaft. Dennoch bleiben große Überraschungen auch 2025 aus. Die Reichweiten entwickeln sich insgesamt stabil. Die wesentlichen Verschiebungen ergeben sich im Detail und vor allem in der crossmedialen Betrachtung. Basis der aktuellen Auswertung sind 14.403 Interviews, die im Zeitraum Jänner bis Dezember 2025 durchgeführt wurden. Erfasst wurden insgesamt 13 Tageszeitungen, nationale und regionale Wochenzeitungen, Magazine, Supplements sowie Internetnutzung.

Print weiter auf hohem Niveau
Auch bei der Print-Reichweite (inkl. E-Paper) zeigt sich ein vertrautes Bild. Tageszeitungen erreichen weiterhin eine breite Bevölkerung: Die Nettoreichweite liegt bei 50,0% bzw. rund 3,9 Mio. Lesern. An der Spitze bleibt die Kronen Zeitung mit 19,8% (1,546 Mio.), wenn auch mit leichten Verschiebungen im Vergleich zu früheren Erhebungen, gefolgt von Heute mit 9,2% (720.000). Auch im regionalen Bereich zeigen sich stabile Strukturen: Die Kleine Zeitung kommt gesamt auf 8,8% Reichweite (687.000), mit besonders starken Werten in ihren Kernmärkten. Dahinter folgen die Kombi Österreich/oe24 mit 7,8% (610.000) und Der Standard mit 6,9% (542.000). Der Kurier erreicht 5,4% (418.000), während sich die übrigen Titel im bekannten Mittelfeld bewegen.

Die Markenreichweite
Dynamik zeigt sich auch in der aktuellen Erhebung bei der Markenreichweite (CrossMediaReach, CMR). Für die Tageszeitungen ergibt sich daraus ein spürbarer Zugewinn: Während die Print-Reichweite insgesamt bei 50,0% liegt, steigt die crossmediale Markenreichweite auf 60,0% (4,68 Mio. Nutzer). Ein klarer Beleg für die wachsende Bedeutung von Web- und App-Angeboten. Auf Ebene der einzelnen Titel wird dieser Effekt besonders deutlich. Bei der Kronen Zeitung stehen etwa der Printreichweite von 19,8% 25,2% in der Gesamtbetrachtung gegenüber. Mit der Erweiterung um CMR+ wird die Markenreichweite seit 2024 zusätzlich um Newsletter ergänzt. Auch hier zeigt sich ein weiterer, wenn auch moderater Zuwachs. Für den Gesamtmarkt der Tageszeitungen steigt die Reichweite von 60,0% (CMR) auf 61,2% (CMR+).

Die Marke rückt ins Zentrum
Die Media-Analyse 2025 bestätigt einen Trend, der sich seit Jahren abzeichnet: Die Bedeutung einzelner Kanäle tritt zunehmend in den Hintergrund, entscheidend ist die Gesamtleistung einer Medienmarke. Print liefert weiterhin die Basis der Reichweite. Digital erweitert sie signifikant. Newsletter ergänzen das Gesamtbild. Der Fokus verschiebt sich weiter in Richtung integrierter Angebote und plattformübergreifender Strategien.

Alle Zahlen zur MA:  www.media-analyse.at

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