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"Rezepte zum Überleben" © APA/Bundeskanzleramt / Andy Wenzel

Jürgen Pichler, "Rolling Pin".

© APA/Bundeskanzleramt / Andy Wenzel

Jürgen Pichler, "Rolling Pin".

Redaktion 16.12.2020

"Rezepte zum Überleben"

Neue Initiative von "Rolling Pin" / Metro startete im zweiten Lockdown der Gastronomie den Gastro Live Talk mit Politik und Wissenschaft.

DÜSSELDORF / GRAZ / WIEN. Gastronomen und das Branchenmagazin Rolling Pin, unterstützt von dem auf Gastronomie spezialisierten Großhändler Metro, haben sich zusammengeschlossen, um der Gastronomie-Branche in der Pandemie-Bekämpfung eine Stimme zu geben und gemeinsam mit Politik und Wissenschaft an Lösungen im Umgang mit den Corona-Folgen zu arbeiten. „Zu lange ist in der Pandemiebekämpfung über, aber zu wenig mit der Gastronomie gesprochen worden. Dabei haben die Gastronomen im Sommer große Anstrengungen unternommen, gastronomische Angebote sicher für Mitarbeiter und Gäste umsetzen zu können. Die Gastronomie ist ein Partner und kein Gegner in der Pandemiebekämpfung. Mit unserem neuen Gesprächsformat wollen wir Rezepte zum Überleben der Branche vermitteln und laden dazu auch Politik und Wissenschaft ein“, sagt Jürgen Pichler, Herausgeber des Fachmagazins Rolling Pin.

Mit dem Gastro Live Talk wollen die Initiatoren zudem konkrete Hilfestellungen für Gastronomie-Betreiber bieten. „Wir schaffen einen Umschlagplatz für sichere Gastronomie- Konzepte“, sagt Kerstin Rapp-Schwan von Schwan Restaurants Düsseldorf. „Viele von uns waren zu lange allein unterwegs. Die Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir in der Branche zusammenstehen, Erfahrungen austauschen und auch gemeinsam eine Lobby aufbauen in der Öffentlichkeit.“
Dem dient auch der erste Gastro Live Talk, der am 17. Dezember 2020 live über Facebook ausgestrahlt wird. Unter dem Titel „Licht am Ende des Tunnels? Was die Impfung für die Gastronomie bedeutet und was Corona mit unserer Psyche macht“ beantwortet von 10:00 bis 10:30 Uhr Privatdozent Günter Klug, Facharzt für Psychiatrie  und Neurologie, Psychotherapeut, Graz, die Fragen von Moderatorin Jessica Lackner zu den psychologischen Folgen der Pandemie für das Verhalten von Menschen. Um 11:15 bis 11:45 Uhr wird Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender, Universitätsklinikum Essen, die Frage erörtern, wie die Gastronomie von der bevorstehenden Impfkampagne profitieren kann.


Weitere Sendungen sind geplant, bei denen neben Gastronomen auch Vertreter aus Politik und Wissenschaft zu Wort kommen sollen. Der Gastro Live Talk am 15. Jänner 2020 widmet sich dem Thema: „Stärker aus der Krise? Was die Gastronomie weltweit aus Corona lernen kann“.

Gastronomen und Gastronomie-nahe Unternehmen seien herzlich eingeladen, ihre Wunschthemen und Erfahrungen mit in die weitere Arbeit einzubringen. Die Initiatoren haben sich in den vergangenen Monaten bereits an zahlreichen Aktivitäten beteiligt, um die Anliegen der Gastronomie auf die politische Agenda zu heben, darunter unter anderen der Schutzschirm der Metro Österreich für die Gastronomie und Hotellerie beim Wiedereröffnen mit einem 220 Mio. € Finanzierungspaket unter #einerfüralle, die Alternative zu großen Weihnachtsfeiern mit den #GastroFürAlle- Gutscheinen, um Anerkennung zu schenken und für die Auslastung in der Gastronomie zu sorgen. In Deutschland hat die Initiative #restartGastro knapp 30.000 Menschen für eine Petition zugunsten der Gastronomie mobilisiert, und mit zwei offenen Briefen an die deutsche Bundeskanzlerin wurde den Forderungen nach einer befristeten Mehrwertsteuersenkung in der Gastronomie sowie dem achtsamen Wiederneustart nach dem ersten Lockdown Nachdruck verliehen.

„Unser Angebot richtet sich an alle Gastronomen, Politikentscheider, Virologen und weitere Wissenschaftler in Deutschland und Österreich. Natürlich respektieren wir alle Bemühungen des Staats, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Die Gastronomen brauchen jedoch eine klare Perspektive und verlässliche Rahmenbedingungen. Das Ping-Pong aus Lockdowns und Neustart überstrapaziert die Überlebensfähigkeit vieler Selbstständiger. Stattdessen sollte die Politik in sichere Konzepte, wie zum Beispiel Luftfilter, investieren und auf die Kreativität der Gastronomen vertrauen, für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter und Gäste Sorge zu tragen“, meint Martin Behle, verantwortlich für die Metro-Länder Deutschland und Österreich. (red)

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