Skepsis bei KI-Content
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MARKETING & MEDIA Redaktion 23.10.2026

Skepsis bei KI-Content

Die Nutzung von Radio und anderen Audioangeboten über das Internet erreicht in Österreich neue Höchstwerte. Laut dem Online-Audio-Monitor Austria 2026 der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) nutzen 93% der Bevölkerung ab 15 Jahren mit Internetzugang zumindest gelegentlich Online-Audio-Angebote. Das sind zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. 82% nutzen digitale Audioangebote zumindest monatlich, rund die Hälfte täglich oder fast täglich.

Die vierte Ausgabe der Studie basiert auf einer Befragung von rund 4.000 Internetnutzenden von Ende Mai bis Ende Juni 2026. Sie zeigt, dass digitale Audioangebote zunehmend zum Alltag gehören. Besonders bei älteren Zielgruppen steigt die Nutzung.

Audio-on-Demand wächst
Audio-on-Demand erreicht eine Nutzungsquote von 88%, Webradio kommt auf 80%. Bei Audio-on-Demand liegt Musikstreaming vor Podcasts. Reine Web-Radioprogramme legten gegenüber dem Vorjahr von 27 auf 32% zu. Die Podcast-Nutzung stagniert hingegen erstmals nach mehreren Jahren des Wachstums bei 42%.

Google und Spotify vorne
Das Smartphone bleibt das wichtigste Gerät für den Zugang zu Online-Audio. Auch Smart-TVs sowie Internet- und WLAN-Radios gewinnen an Bedeutung. Im Durchschnitt nutzen die Befragten 3,5 verschiedene Geräte für den Audiokonsum.

Bei den über 50-Jährigen ist die Online-Audio-Nutzung auf 87% gestiegen. Bei den 15- bis 29-Jährigen liegt sie nahezu bei 100%, bei den 30- bis 49-Jährigen bei 97%. Bei Audio-on-Demand liegt Google mit 56% an der Spitze, gefolgt von Spotify mit 41% und Amazon mit 29%. Apple erreicht 12%. Während Spotify leicht zulegt, verzeichnet Amazon einen Rückgang. Die durchschnittliche Zahl genutzter Musikstreaming-Plattformen sank von 2,2 im Jahr 2025 auf zwei im Jahr 2026.

Bei Webradio-Angeboten liegt ORF Sound mit 27% der zumindest monatlichen Webradio-Nutzenden vorne. Dahinter folgen Radio.at mit 20% und Joyn mit 17%.

Podcast-Nutzung stabil
Podcasts erfreuen sich weiterhin hoher Beliebtheit und werden von 42% genutzt. Unter den zumindest monatlichen Podcast-Nutzenden liegen Spotify und YouTube mit je 47% gleichauf, Amazon kommt auf 30%. ORF Sound erreicht 18%, Apple Podcasts 15%. Zudem wird die Verbindung von Audio und Video wichtiger: 56% der Podcast-Nutzenden konsumieren die Inhalte auch als Video. Im Vorjahr waren es rund 50%. Besonders bei jüngeren Menschen spielen Podcasts zudem eine Rolle bei der Information über das aktuelle Zeitgeschehen. 32% der 15- bis 29-Jährigen schreiben ihnen eine (sehr) wichtige Rolle zu, gegenüber 21% im Jahr 2023.

Top-Thema Gesundheit
Inhaltlich stehen Gesundheit mit 43% sowie Politik und Gesellschaft und Wissenschaft und Technik im Vordergrund. Zu den wichtigsten Nutzungsmotiven zählen die freie Themenwahl, die flexible Nutzung unterwegs oder nebenbei und ausführliche Erklärungen.

Skepsis gegenüber KI-Inhalten
Eines wurde in der Untersuchung ebenfalls deutlich: Während die Online-Audio-Nutzung steigt, sinkt gleichzeitig die Akzeptanz für KI-generierte Inhalte. Gegenüber 2025 ging die Zustimmung bei allen abgefragten Formaten zurück. Bei komplett von KI generierten Musikprogrammen und Playlists liegt die Zustimmung bei 34% (2025: 39%; 2024: 41%). Wettervorhersagen und Verkehrsmeldungen erreichen 31% (2025: 38%), KI-vorgelesene Hörbücher und Hörspiele 27% (2025: 34%). Bei KI-generierter Werbung liegt die Zustimmung bei 25%, und Informationen und Nachrichten zum aktuellen Geschehen finden nur 23% in Ordnung.

Bei KI-komponierter Musik liegt die Zustimmung bei 21%, vollständig KI-generierte Radioprogramme kommen mit 18% sogar auf einen noch niedrigeren Wert. Bei Stimmen bevorzugen Menschen noch das Original: KI-generierte Stimmen bekannter Personen oder von Moderatoren sowie vollständig KI-generierte Podcasts liegen jeweils bei 16%.

Zwei gegenläufige Trends
Damit zeigt der Online-Audio-Monitor Austria 2026 zwei gegenläufige Entwicklungen: Digitale Audioangebote erreichen ein immer breiteres Publikum und werden häufiger genutzt. Gleichzeitig nimmt die Zustimmung zu KI-generierten Audioinhalten ab. Besonders kritisch sehen die Befragten KI bei Nachrichten, bekannten Stimmen und Podcasts, hier liegt die Zustimmung bei höchstens 23%. Etwas offener zeigen sie sich bei Playlists, Wetter- und Verkehrsmeldungen. Auch dort sinkt der Zuspruch jedoch deutlich. (red)

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