Spinnwerk bewertet KI-Kennzeichnung
© Martina Berger
Markus Nutz, Eigentümer und Geschäftsführer der Digital Marketing Agentur SPiNNWERK
MARKETING & MEDIA Redaktion 30.07.2026

Spinnwerk bewertet KI-Kennzeichnung

Agentur sieht Vertrauen durch mehr als Transparenz gesichert.

WIEN. Mit dem Inkrafttreten von Artikel 50 des AI Act der EU am 2. August gelten neue Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte. Die Digital Marketing Agentur Spinnwerk begrüßt die Vorgaben, sieht für den erfolgreichen Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Marketing jedoch weitere Faktoren als entscheidend.

Markus Nutz, Eigentümer und Geschäftsführer von Spinnwerk, verweist auf den Unterschied zwischen Kennzeichnung und tatsächlicher Akzeptanz durch Nutzerinnen und Nutzer. „Am Beispiel der aktuell überall zu sehenden Veranstaltungsplakate, die – meist von Vereinen oder anderen kleinen Veranstaltern – mit KI erstellt wurden, sieht man es ganz klar: Transparenz alleine reicht nicht für das Vertrauen der User und um diese von sich zu überzeugen. Jede:r erkennt auf den ersten Blick, dass diese Plakate nach demselben Schema von der KI erstellt wurden, aber diese Transparenz hilft nicht der Bewerbung des jeweiligen Events – im Gegenteil, die Plakate werden belächelt, sogar verspottet.“

Für Nutz kommt es vor allem auf die Balance zwischen technischer Unterstützung und menschlicher Kreativität an. „KI ist ein wunderbares Tool, wenn es bewusst eingesetzt wird. Bewusster Einsatz meint auch die Kennzeichnung, wenn sie in dem Fall notwendig ist. Aber viel mehr meint er die richtige Balance zwischen Technologie und Mensch. Diese Balance zu finden, entscheidet über Erfolg oder Misserfolg im Marketing.“

Die Frage nach dem Einsatz von KI stelle sich laut Nutz inzwischen weniger grundsätzlich, sondern vielmehr abhängig von der jeweiligen Aufgabe. „Die Frage, ob KI eingesetzt wird oder nicht, ist schon längst hinfällig. Es geht darum, ob sie bei einer bestimmten Aufgabe zur Hilfe genommen werden sollte, oder ob es bei der Aufgabe vielmehr menschlicher Kreativität und Empathie bedarf. Wer sich mit KI wirklich auskennt, setzt sie deshalb nicht überall ein.“

Spinnwerk sieht die Kennzeichnungspflichten damit als einen Teil des Umgangs mit KI, aber nicht als alleinigen Faktor für erfolgreiche Kommunikation. Entscheidend sei, wann Technologie unterstützend eingesetzt werde und wann menschliche Fähigkeiten den Unterschied ausmachen.

BEWERTEN SIE DIESEN ARTIKEL

TEILEN SIE DIESEN ARTIKEL