WIEN. Wenn der Eurovision Song Contest 2026 in Wien stattfindet, steht nicht nur die Show im Fokus, sondern auch die dahinterliegende Infrastruktur. Ein internationales Live-Event mit Millionenpublikum erfordert ein komplexes Zusammenspiel aus technischer, organisatorischer und sicherheitsrelevanter Planung.
Standards übernehmen dabei eine zentrale Funktion: Sie sorgen dafür, dass unterschiedliche Systeme kompatibel sind, Abläufe abgestimmt funktionieren und Sicherheitsanforderungen erfüllt werden können. Besonders bei Veranstaltungen, bei denen zahlreiche internationale Dienstleister und technische Gewerke zusammenarbeiten, schaffen sie eine gemeinsame Grundlage.
Arbeit im Hintergrund
„Ohne gemeinsame technische Standards, die über Grenzen hinweg funktionieren, wäre ein Großereignis wie der ESC in dieser Form nicht durchführbar“, sagt Valerie Höllinger, CEO von Austrian Standards. „Wenn Österreich 2026 Gastgeber für ein globales TV-Millionenpublikum ist, zählt nicht nur die große Bühne, sondern auch, dass im Hintergrund alles verlässlich funktioniert. Dank Standards ist das möglich“, so Höllinger weiter.
Zum Einsatz kommen Normen in unterschiedlichen Bereichen, etwa in der Bühnen- und Veranstaltungstechnik (ÖNORM EN 17206), bei elektroakustischen Systemen (OVE EN IEC 60268), in der Besucherführung (ÖNORM A 3012) sowie bei Infrastruktur und Barrierefreiheit (ÖNORM B 1600). Sie definieren Anforderungen, ermöglichen Vergleichbarkeit und tragen zur Risikominimierung bei.
Die Verantwortung für Planung und Umsetzung liegt bei Veranstaltern und Behörden. Standards stellen dafür einen Rahmen und dienen als Leitlinien, deren konkrete Anwendung vom jeweiligen Veranstaltungskonzept abhängt. (red)
