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Verdino: Dialog und Perspektivenwechsel © Verdino/Angelika Schiemer

Béatrice und Martin Verdino, Geschäftsführer der Agentur Verdino.

© Verdino/Angelika Schiemer

Béatrice und Martin Verdino, Geschäftsführer der Agentur Verdino.

Redaktion 16.10.2019

Verdino: Dialog und Perspektivenwechsel

Die Fullservice-Agentur Verdino lud internationale Health-Experten zum Gesundheitstalk. Das Motto der Wiener Agentur: „Wir machen das. Mit Herz, Hirn und Fingerspitzengefühl“.

WIEN. „Wir wollen wachsen, wir wollen etwas bewegen und wir wollen Spuren hinterlassen", betonen die beiden Geschäftsführer der Wiener Fullservice-Agentur Verdino, Martin und Béatrice Verdino. „Das schaffen wir mit mehr Raum für Innovation und mit einem neuen Arbeitsmodell: Smart Work bietet einen flexiblen Rahmen und erlaubt uns, agiler zu arbeiten. ‚Digital first‘ beschreibt unseren Fokus als Full Service- Agentur, schließt aber klassische Kanäle nicht aus. Und im Spirit zeigt sich unsere Haltung.“

Neue Diskussionsplattform
„Raus aus dem Alltag, rein in die Zukunft“, lautete der Aufhänger, den Verdino für ihren ersten „Health Innovation Friday“ Ende September in ihrer Agentur im Wiener Atelier Belvedere gewählt hatte. Die Agentur lud dazu internationale Speaker, die gemeinsam über Themen wie Digitalisierung, die Zukunft der Medizin und Patient-Involvement diskutierten. „Damit wurde der Startschuss für eine neue Diskussionsplattform gesetzt“, sagt Béatrice Verdino.
„An unserem ersten Health Innovation Friday haben wir einen Dialog zwischen den wichtigsten Stakeholdern im Bereich Gesundheit, Digitalisierung und Innovation gefördert, Diskussionen angeregt und viele spannende Erkenntnisse gewonnen“, ergänzt Martin Verdino. Eines der spannenden Erkenntnisse an diesem Tag zog sich wie ein roter Faden durch die insgesamt vier Impulsvorträge und die anschließende Diskussionsrunde: Bei der Kommunikation zwischen Arzt und Patient gibt es großen Optimierungsbedarf.

Revolution aus dem Krankenbett
Von seiner eigenen Patient Journey berichtete bei seinem Vortrag der israelische Healthrepreneur Roi Shternin: Nach jahrelanger schwerer Krankheit und unzähligen Fehldiagnosen machte sich Shternin vom Krankenbett aus auf die Recherche zu seiner Erkrankung. Tatsächlich schaffte er es, sich selbst eine Diagnose zu stellen, obwohl ihn einige Ärzte bereits aufgegeben hatten: Posturales Tachykardiesyndrom (POTS), eine sehr seltene Erkrankung. Von seiner erfolgreichen „revolution from the patient bed“ hat er mittlerweile in internationalen Ted-Talks berichtet und plädiert seither als „Patient Leader“ und erster „Patient in Residence“ der Ludwig Boltzmann Gesellschaft für eine bessere Patientenversorgung. Denn Shternin ist sich sicher: Auch Ärzte hätten seine Krankheit viel schneller diagnostizieren können, hätten sie ihm besser zugehört.

Internationale Experten
Neben Shternin waren beim Health Innovation Friday mit Johannes Pleiner-Duxneuner von Roche Austria ein Experte auf dem Gebiet der personalisierten Medizin, mit Christoph Huber ein international renommierter Immunonkologe und mit Jama Nateqi von symptoma.at ein Experte der digitalen Healthservices vertreten. Die auf die Impulsvorträge folgende Diskussionsrunde wurde von Karin Pollack, „Der Standard“, moderiert.

Damit konnte ein breiter, aber thematisch übergreifender Rahmen geschaffen werden, ist Martin Verdino überzeugt: „Unsere Speaker spannten den Bogen vom Symptom über die Diagnose bis zur individuellen Therapie. So wechselten wir die Perspektive und konnten mit der Diskussion in einen spannenden Dialog starten.“ Mit dem neuen Format Health Innovation Friday, zu dem ausgewählte Gäste und Partner geladen wurden, will Verdino eine neue Plattform bieten, die den Dialog und die Vernetzung fördert – „passend zu unserem Fokus Digital + Health“.

Painpoint Patienten-Kommunikation
Jama Nateqi, Gründer der medizinischen Suchplattform „Symptoma“, definierte in seinem Vortrag sogenannte Blindspots als großes Defizit in der Medizin: „Jährlich könnten 1,5 Mio. Menschen weltweit mit einer richtigen Diagnose gerettet werden“, ist der CEO und Arzt überzeugt. Die fehlende Zeit bei der Arzt-Patienten-Kommunikation und die mangelnde Wertschätzung des Patientenwissens sieht auch er als das derzeit größte Problem, für das es digitale Lösungen brauche.
Wie solche digitalen und vor allem medizinischen Lösungen in Zukunft aussehen könnten, dafür gaben Pleiner-Duxneuner und Huber in ihren Impulsvorträgen einen Einblick. Pleiner-Duxneuner: „Es braucht ganz klar ein Umdenken der evidenzbasierten Medizin. Der Schlüsselpunkt ist, Real Word Data in Real World Evidence umzuwandeln.“

Umdenken in der Onkologie
Auch Huber erachtet ein Umdenken in der Onkologie als notwendig: „Die Gesellschaft und die medizinischen Zulassungsbehörden müssen mit dem (Tumor-)Patienten gemeinsam lernen.“ Hinsichtlich Innovationen sei es wichtig, „dass die richtige Balance zwischen Methodenkritik, Würdigung des Patienten und der Machbarkeit gefunden wird“, so der Immunonkologe, der unter anderem im Vorstand des Ci3-Clusters internationale Forschungsnetzwerke vertritt.
In einem Punkt waren sich alle vier Vortragenden einig: Individuelle Therapiekonzepte werden sich künftig durchsetzen – und dafür müssen auch die Patienten mehr in medizinische Entscheidungsprozesse involviert werden. Ideen dazu wurden im anschließenden Workshop gemeinsam mit Gästen und dem Team spielerisch erarbeitet.

Health und Innovation
Die Themen, die an diesem Tag diskutiert wurden, liegen Verdino auch im Alltag am Herzen: Die langjährigen Digitalexperten beschäftigen sich in ihrer Full-Service-Agentur schwerpunktmäßig mit Healthcare und Responsible Business mit Fokus auf Digital first – ohne damit klassische Kanäle auszuschließen. Mit dem Health Innovation Friday wollten die beiden Geschäftsführer und ihr rund 20köpfiges Team das Konzept des Innovation Fridays erstmals im größeren Rahmen aufgreifen, erklärt Béatrice Verdino: „Unser Ziel war es, gemeinsam mit renommierten Experten über spannende Erkenntnisse aus einer sich ständig wandelnden Branche zu sprechen – und vor allem auch die Patientenperspektive mitzudenken. Dieser Perspektivenwechsel ist uns auch beim anschließenden Workshop gut gelungen.“

Die Innovation Fridays wurden bei Verdino bisher agenturintern als Workshops und zur gemeinsamen Weiterbildung veranstaltet. Möglich machte das die Vier-Tage-Woche, die die Full-Service-Agentur im Atelier Belvedere mit 1. Mai 2019 startete. Einmal im Monat widmet sich das Verdino-Team seither an ihren Frei-Tagen den Themen der (digitalen) Zukunft. Perspektivenwechsel sind nicht nur im Bezug auf das neue Arbeitszeitmodell ein Teil des Alltags in der Agentur: Kunden und User werden aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden und (digitale) Lösungen so konzipiert, wie sie im täglichen Leben gebraucht werden.

Die positive Resonanz auf den ersten Health Innovation Friday nimmt Martin Verdino bereits zum Anlass, um an einem weiteren Perspektivenwechsel im großen Rahmen zu tüfteln: „Sicher ist, dass es wieder einen Event geben wird. Alles im Bereich Healthcare und Responsible Business ist denkbar. Vielleicht sogar die Kombination aus dem Thema ‚Der Klimawandel und die langfristige Auswirkung auf unsere Gesundheit‘.“

Eventrückblick in Bildern: healthinnovationfriday.verdino.com

Responsible Business gegen den Klimawandel
Als Teil von „Creatives for Future“ unterstützt das Verdino-Team auch die Klimabewegung mit seinen Ressourcen aktiv: Das deutsch-österreichische Netzwerk aus Denkern und Tüftlern aus der Kreativbranche bündelt Kräfte über Landesgrenzen hinweg und will so einen Beitrag zum Umweltschutz und gegen die Klimakrise leisten.
Das passe, so die Agenturchefs, zum „Verdino-Spirit“: Auch sonst würden von der Agentur vorrangig Projekte unterstützt, die schonend mit Ressourcen und gesellschaftlichen Themen umgehen oder aus dem Health-Sektor kommen. Dazu zählen Kunden wie AOP Orphan, Apothekerverband, Ärztekammer, Austria Glas Recycling, Boehringer Ingelheim, Celgene, ELGA, Med Uni Graz, Med Uni Wien, Roche, Sanofi, S IMMO, Stadt Wien, Teach for Austria, WGKK oder Projekte wie Don't Smoke und das Klima-Volksbegehren.

Über Verdino
Verdino ist eine Full-Service-Agentur mit Fokus auf Digital first – ohne damit klassische Kanäle auszuschließen. Von der Idee bis zur laufenden Betreuung arbeitet derzeit ein rund 20köpfiges, interdisziplinäres Team an Strategien, Branding, integrierten Kampagnen, Websites, digitalen Services, Social Media und Employer Branding für Kunden mit Fokus auf Healthcare + Responsible Business. (red)

www.verdino.com

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