SALZBURG/WIEN/WIENER NEUDORF. Die Neuordnung rund um Unimarkt gewinnt weiter an Dynamik: Zahlreiche Standorte wechseln zu selbstständigen Kaufleuten und treten künftig unter neuen Marken auf – zu ihnen gesellt sich nunmehr auch Nah&Frisch.
Nah&Frisch-Familie wächst
Somit firmiert der ehemalige Unimarkt in Loosdorf seit dem 1. März als Nah&Frisch. Zwei weitere Übernahmen sind ebenfalls fixiert, zusätzliche Standorte folgen in den kommenden Wochen und Monaten. Hannes Wuchterl, Geschäftsführer von Nah&Frisch, anlässlich der Loosdorf-Eröffnung: „Wir freuen uns über diesen Zuwachs zur Nah&Frisch-Familie. Die Entscheidung, diesen Standort zu übernehmen, ist auch ein klares Bekenntnis unsererseits zur Erhaltung einer Anbietervielfalt im Lebensmittelhandel. Die Markenkerne von Unimarkt und Nah&Frisch haben einen großen Deckungsgrad, wir freuen uns gemeinsam mit Kauffrau Maria Fischer auf den Neustart als Nah&Frisch-Partnerin.“ Mit dem Wechsel werde bestehende Nahversorgung gesichert und zugleich unternehmerische Verantwortung vor Ort gestärkt.
Spar im Expansionsgalopp
Bei Spar laufen die Unimarkt-Übernahmen bereits hochtourig: Insgesamt dürfen nach Absegnung durch die Bundeswettbewerbsbehörde 23 Märkte künftig unter der Marke Spar geführt werden, allein elf davon in der Steiermark. Die große Mehrzahl der übernommenen Geschäfte wird also von selbstständigen Spar-Kaufleuten betrieben.
Zentrales Beispiel ist Mürzzuschlag: Dort eröffnete Kaufmann Reinhard Kroiss seinen Unimarkt neu unter der Marke Spar. Er führt den Standort seit 2019: „Dass es jetzt gemeinsam mit der starken Marke Spar weitergeht, freut uns sehr. Wir sind hochmotiviert, das Sortiment und all die Spar-Vorteile in bester Qualität und mit persönlichem Service anzubieten.“
Die Steiermark ist somit ein typisches Beispiel für eine strukturierte Unimarkt-Eingliederung im Dienst der regionalen Präsenz.
Adeg nimmt elf Unimärkte
Auch Adeg integriert ehemalige Unimarkt-Standorte in sein Kaufleute-Modell (siehe Story Seite 42). Insgesamt elf Märkte in Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark werden ab Ende Februar sukzessive als Adeg neu eröffnet. Das Konzept auch hier: unternehmerische Eigenverantwortung inklusive regionaler Sortimentsgestaltung. Unabhängig von der laufenden Konzentrationsdebatte bleibt mithin im Zuge der Unimarkt-Übernahme die Nahversorgung in zahlreichen Gemeinden erhalten – vielfach im ländlichen Raum, wo selbstständige Händler nicht zuletzt für die Belebung der Ortskerne stehen. (red)
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