Top-Forschung
© MUL/Tauderer
Enzo Komatz, Christoph Markowitsch, Markus Lehner und Severin Sendlhofer (v.l.).
MOBILITY BUSINESS Redaktion 03.04.2026

Top-Forschung

In Leoben werden in einer europaweit einzigartigen ­Anlage Sustainable Aviation Fuels erforscht.

••• Von Alexander Haide

LEOBEN. Die Montanuniversität Leoben forscht, in Kooperation mit OMV, an der Dekarbonisierung des Luftverkehrs: Am Lehrstuhl für Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes wurde eine europaweit einzigartige Forschungsanlage in Betrieb genommen, mit der verschiedene Prozesswege zur Herstellung von Sustainable Aviation Fuels (SAF) erforscht und weiterentwickelt werden. Ermöglicht wurde die neue Infrastruktur durch Mittel des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur sowie durch die finanzielle Beteiligung der OMV.

Die Anlage erstreckt sich über ein ganzes Universitätsgebäude und bietet außergewöhnliche Flexibilität. Verschiedene Herstellungsprozesse von SAF können realitätsnah abgebildet, verglichen und hinsichtlich Effizienz, Kosten und Skalierbarkeit bewertet werden, um die technisch und wirtschaftlich vielversprechendsten Produktionsprozesse zu identifizieren und weiterzuentwickeln.

Die experimentellen Arbeiten werden durch modernste Methoden der Prozesssimulation und Machine-Learning-Modellen unterstützt. Diese digitale Begleitung beschleunigt die Entwicklung, minimiert Risiken beim Hochfahren und schafft die Grundlage, um Technologien „Made in Austria“ effizient in den industriellen Maßstab zu überführen.

„Wesentlicher Meilenstein“
Markus Lehner, Leiter des Lehrstuhls für Verfahrenstechnik des industriellen Umweltschutzes, betont: „Diese Anlage ist ein wesentlicher Meilenstein in der Forschung für eine nachhaltige, klimaneutrale und leistbare Mobilität auch im Luftverkehr. Sie positioniert Österreich und das Forschungsland Steiermark als eines der führenden Innovationszentren im Bereich der zivilen Luftfahrt.“

Die Initiative wird von Bund, Land und Stadt getragen und stärkt die Position Österreichs als Innovationsstandort für klimafreundliche Mobilität. „Die neue Anlage ist in dieser Größe und Form europaweit einzigartig und ein hervorragendes Beispiel für die Innovationskraft unseres Landes und was gelingen kann, wenn Politik, Wissenschaft und Industrie an einem Strang ziehen“, so Innovations- und Mobilitätsminister Peter Hanke.

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