Rewe Group pocht auf weniger Bürokratie im Handel
© Robert Harson/REWE
RETAIL Redaktion 13.05.2026

Rewe Group pocht auf weniger Bürokratie im Handel

WR. NEUDORF. Die Rewe Group hat bei einem Betriebsbesuch von Staatssekretär Sepp Schellhorn ihre Investitionspläne und Forderungen nach weniger Bürokratie im Handel bekräftigt. Im Mittelpunkt standen der Ausbau der Nahversorgung, moderne Handelskonzepte und Rahmenbedingungen für den Wirtschaftsstandort Österreich.

Bis 2027 investiert die Rewe Group nach eigenen Angaben 1,5 Mrd. Euro in Österreich. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau des Logistikzentrums Alpha, in das insgesamt 600 Mio. Euro fließen sollen. Damit will das Unternehmen regionale Lieferketten stärken und die Versorgungssicherheit verbessern. Für 2025 sind Investitionen von 300 Mio. Euro vorgesehen, im laufenden Jahr weitere 350 Mio. Euro.

Mit rund 47.000 Mitarbeitern zählt die Rewe Group zu den größten privaten Arbeitgebern des Landes.

„Als einer der größten Arbeitgeber tragen wir Verantwortung für stabile Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung und eine verlässliche Versorgung der Bevölkerung. Investitionen in unser Filialnetz oder das Logistikzentrum ALPHA sind ein klares Bekenntnis zum Standort Österreich“, betonte Marcel Haraszti, Vorstand der REWE International AG „Eine leistungsfähige Logistik, ein effizienter Einkauf, ein klares Bekenntnis zur heimischen Landwirtschaft und die besten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind der Schlüssel für stabile Preise, hohe Qualität und zuverlässige Versorgung.“
Fokus auf Öffnungszeiten und Hybridmodelle

Im Austausch mit Schellhorn sprach sich die Rewe Group auch für Deregulierung und eine Liberalisierung der Öffnungszeiten bei personalfreien Nahversorgungskonzepten aus. Das betreffe etwa Adeg Hybrid-Märkte oder Billa Boxen, die digitale Lösungen mit klassischen Handelsstrukturen kombinieren.

„Nahversorgung bedeutet Lebensqualität, nicht zuletzt auch im ländlichen Bereich. Wenn digitale Nahversorger ohne Personal betrieben werden können, dann müssen wir auch den Mut haben, bei den Öffnungszeiten neue Wege zu gehen. Unser Ziel ist klar: weniger starre Regeln, mehr Versorgungssicherheit und gerade so eben mehr Lebensqualität für die Menschen vor Ort”, so Staatssekretär Sepp Schellhorn.

Darüber hinaus fordert die Rewe Group eine stärkere Vereinheitlichung der Bau- und Raumordnungen zwischen den Bundesländern, um Projekte schneller umsetzen zu können. (red)

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